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Freundschaft, die durch den Magen geht

Alissa Wagner und Sabrina de Sousa lächeln
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Die gemeinsamen Eigentümerinnen des Dimes, Sabrina De Sousa und Alissa Wagner, erzählen, wie das Dimes – Restaurant, Markt und Deli – durch tiefe Freundschaft und starke Bindung an die Nachbarschaft zu einem durchschlagenden Erfolg wurde.

Im Dimes, der magischen Dreieinigkeit aus Café, Markt und Deli, trifft man auf New Yorks kreative Elite, begeisterte Esser, langjährige Anwohner und gut informierte Touristen, die dort ihre Alltagssorgen, ihre Geschäftspläne und ihre Freundschaften bei kalifornisch inspirierten Mahlzeiten ausleben. Der Erfolg jedes Geschäfts braucht ein ganzes Dorf, aber nur wenige Unternehmer leben diese Weisheit mit einem solchen Stolz wie die Eigentümerinnen des Dimes, Sabrina De Sousa und Alissa Wagner. Das Duo hat zwar das bestechend erfolgreiche Konzept selbst erdacht, aber schnell Freunde und Anwohner mit einbezogen, um so das Dimes zur begehrtesten Drehscheibe für leckeres Essen und Geselligkeit im New Yorker Downtown zu machen.

Dimes Inneneinrichtung

Die Geschichte des Dimes begann im Jahr 2013 als winziges Café am äußersten Rand von New Yorks Chinatown und der Lower East Side. Bald kam eine zusätzliche Fläche auf der gegenüber liegenden Straßenseite dazu, und die alte Location wurde zum Feinkostladen. Nebenan wurde ein kleiner, aber feiner Lebensmittelladen eröffnet. Trotz der Expansion blieben Wagner und De Sousa ihren ersten Kooperationspartnern und Freunden wie Cassie Griffin für Keramikartikel, Meta Flora für spektakuläre Bouquets und Café Integral für bewährten Kaffeegenuss treu. Das Duo arbeitet zudem mit Dutzenden neuen, nachhaltig orientierten Geschäften und Künstlern zusammen. Diese beliefern das Dimes mit allem, was es so besonders macht – von Lebensmitteln für den Dimes-Markt und Dekorationen für alle Locations bis hin zu essbaren Aromastoffen für einen einzelnen Cocktail.

Diese Stadt ist für uns wie eine Art Dorf geworden. Sabrina De Sousa und Alissa Wagner

Gäste kommen anfangs wegen der vielseitigen und gesunden Speisekarte ins Dimes, aber sie bleiben wegen der Atmosphäre und werden im Handumdrehen zu Stammgästen. Wir haben mit Sabrina De Sousa und Alissa Wagner darüber gesprochen, wie sie mit der Planung eines Restaurants anfingen und mittlerweile eine große, glückliche Familie rund um das Dimes aufgebaut haben.

Alissa Wagner tagträumt

An welchem Punkt hat sich die Idee, das Dimes zu eröffnen, von einem Wunschtraum in eine ernstzunehmende Möglichkeit entwickelt?

Wir haben im Frühjahr 2012 mit der Arbeit an unserem Business-Plan begonnen. Eröffnet haben wir das Dimes dann im September 2013. Ich glaube, wir haben nie daran gezweifelt, dass es möglich ist. Wir haben einfach unsere Köpfe zusammengesteckt und wirklich hart daran gearbeitet, unseren Traum zu verwirklichen.

Sie wollten ein Café eröffnen und haben jetzt einen Feinkostladen, einen Markt, ein Restaurant – und eine ganze Community. Wie kam das zustande?

Unser Wachstum entstand immer dank des ehrlichen und natürlichen Ursprungs des Dimes. Es war uns stets sehr wichtig, Freude an unserer Arbeit zu haben, und wir haben das Dimes immer als eine Plattform für ein sich beständig entwickelndes kreatives Potenzial gesehen. Das Deli und der Markt waren beide natürliche Erweiterungen der Marke, da hier unsere Kunden die Möglichkeit erhielten, das Dimes auf anderem Wege zu erleben.

Gerichte kreiert von Alissa Wagner

Es gibt so viele tolle Restaurants in NYC, aber das Dimes hat inzwischen echten Kultstatus, wenn nicht gar Superstar-Status erreicht. Warum, glauben Sie, hebt es sich so deutlich von anderen Restaurants ab?

Ich glaube, es ist die Summe aller Teile, die aus dem Dimes eine Ausnahmeerscheinung machen. Hier geht es nicht nur um Essen, sondern es werden alle Elemente berücksichtigt. Die Musik, das Interieur und sogar unsere Website nehmen den gleichen Stellenwert ein, da sie das Lebensgefühl unserer Welt vermitteln. Wir halten uns nicht an eine starre Vorstellung, was eine Marke sein sollte, und brechen damit im Grunde die Regeln. Deshalb können wir neue und ungewöhnliche kreative Wege beschreiten, die das Unerwartete ermöglichen. Dadurch entsteht diese starke Energie im Dimes, die uns davon abhält, auf der Stelle zu treten. Wir halten immer Ausschau nach neuer Inspiration und freuen uns ganz aufrichtig über die tollen Überraschungen, die sich aus diesem organischen Prozess ergeben.

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Hat das Betreiben des Dimes Ihre Wahrnehmung von New York geändert?

Diese Stadt ist für uns wie eine Art Dorf geworden. Wir konzentrieren uns intensiv auf unsere Nachbarschaft und darauf, alle in unserer Umgebung kennenzulernen. Es ist wirklich schön, diese Art von Energie in einer Stadt zu erleben, die ständig in Bewegung ist.

Welche Herausforderungen und Höhepunkte gibt es in der gemeinsamen Arbeit mit Freunden?

Wir haben wirklich Glück mit unserer Art von „Yin und Yang“-Beziehung, sodass es nur wenige Herausforderungen gibt. Da wir gut befreundet sind, haben wir unsere Zusammenarbeit bereits von einem sehr symbiotischen Ausgangspunkt angefangen. Dadurch ist es für uns viel einfacher, unser volles Potenzial zu entfalten. Arbeitet man mit Freunden zusammen, wird das Gefühl der Wärme und Zuneigung den Gästen viel eher vermittelt als bei einer strikt auf das Geschäft beschränkten Beziehung. So entsteht ein viel offeneres Umfeld, das sehr wenigen Einschränkungen unterliegt, und man strengt sich wirklich sehr an, um seine Freunde zu würdigen.

Wofür sind Sie einzeln und gemeinsam verantwortlich?

Alissa: Ich bin die Küchenchefin, also bin ich für die Küche und das Catering verantwortlich. Sabrina kocht manchmal mit mir zusammen – an diesen Tagen macht die Arbeit besonders Spaß.

Sabrina: Ich bin für den Publikumsbereich und die Marke Dimes verantwortlich.

Wagner und De Sousa im Dimes Cafe

Ihre Rezepte vereinen Nahrungsmittel und Gewürze von überall auf der Welt. Wie entsteht ein neues Angebot auf der Speisekarte?

Alissa: Ich beginne meistens mit einer Zutat, mit der ich arbeiten möchte, zum Beispiel Matcha, pulverisierter grüner Tee. Dann suche ich nach den besten saisonalen Zutaten und finde heraus, welche am besten dazu passen. Diese Auswahl nehme ich als Grundlage, um das Gericht in puncto Farbe, Konsistenz und Geschmack zu verfeinern. Dann probieren wir alle, nehmen Änderungen vor und wiederholen diesen Ablauf so lange, bis alles perfekt ist.

Was gehört dazu, um in New Yorks erbarmungsloser Restaurantindustrie erfolgreich zu sein?

Zuversicht, Durchhaltevermögen und viel Sinn für Humor.

Dimes in Chinatown New York

Zusätzlich zu eurer freundschaftlichen Dynamik untereinander scheint es, als sei jedes Detail von Dimes durch eine Freundschaft geprägt worden – das lokal angebaute Obst und Gemüse, die Designer-Einrichtungsgegenstände, selbst die Blumen. Was war euer Leitgedanke hinter diesem Konzept und wie hat sich dieser während der Expansion bewährt?

Bei Dimes steht nicht ausschließlich das Essen im Mittelpunkt – es ist wichtig, dass unsere Gäste verstehen, dass jedes noch so kleine Detail, das wir in Szene setzen, genauestens durchdacht wurde. So mancher Gast verlässt vielleicht das Restaurant und erinnert sich nur an die Stand-up-Comedy, die in den Toiletten spielte, oder an die hübsche Töpferware in den Regalen. Wir werden stets für neue Ideen offen sein und das Dimes wird immer ein Ort sein, der durch die intensive Zusammenarbeit unter Freunden geschaffen wurde. Es ist so offensichtlich, dass wir in einer unheimlich emsigen Stadt leben. Es gibt keine Grenzen, die das Dimes konkret definieren – es ist ein Ort und ein Zeitpunkt in einer der großartigsten Städte der Welt.