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Rund um Island im GLE mit der isländischen Abenteurerin Ása Steinarsdóttir

Die isländische Reisefotografin Ása Steinarsdóttir und der Mercedes-Benz GLE (W 167) in Polarweiß in Island.
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She’s Mercedes und das Bell Collective haben sich gemeinsam mit der isländischen Reisefotografin Ása Steinarsdóttir auf eine Rundreise durch Island gemacht.

Auf der Fahrt durch das unwegsame Gelände des isländischen Hochlandes im GLE erzählte uns Ása von ihrer Reise- und Entdeckungsfreude – sowohl im Ausland als auch in ihrem Heimatland – und von den Vorteilen und Herausforderungen einer Tätigkeit als freiberufliche Fotografin.

Die isländische Reisefotografin Ása Steinarsdóttir vor einem Fenster.

Was haben Sie vor Ihrer Tätigkeit als freiberufliche Fotografin gemacht?

Ich habe schon immer fotografiert, aber bevor ich mich vor etwa anderthalb Jahren vollständig selbständig gemacht habe, war ich die erste Mitarbeiterin einer isländischen Marketingagentur. Anfangs gab es nur den Gründer und mich und wir haben alles gemacht – vom Vertrieb bis zu Fotoshootings von Musikfestivals. Aber wir sind schnell gewachsen, und als ich das Unternehmen zwei Jahre später verließ, um mich voll und ganz der Fotografie zu widmen, war die Zahl der Mitarbeiter auf 40 gestiegen.

Die isländische Reisefotografin Ása Steinarsdóttir blickt auf einen kalten See.

Wie sind Sie zur Fotografie gekommen? Wie sahen Ihre ersten Bilder aus?

Ich habe mit 12 Jahren angefangen zu fotografieren, mit einer Filmkamera. Damals habe ich im Ferienlager Fotos von meinen Freunden gemacht. Zuerst habe ich alles fotografiert, ohne groß darüber nachzudenken oder Aufwand zu betreiben, aber mit Anfang 20 habe mich ernsthafter mit dem Prozess auseinandergesetzt, weil ich nun häufig auf Reisen war. Anfangs, bevor ich mich für meinen jetzigen Bearbeitungsstil entschieden hatte, war ich von HDR-Aufnahmen und Bildern mit hoher Auflösung fasziniert.

Die isländische Reisefotografin Ása Steinarsdóttir steht neben dem Mercedes-Benz GLE (W 167) in Polarweiß.

Mittlerweile sind Sie eine gefragte Reise-Influencerin auf Instagram. Können Sie uns Ihren Arbeitsablauf beschreiben?

Die Tätigkeit als freiberufliche Fotografin und Social-Media-Influencerin hat viele Gemeinsamkeiten mit der Führung eines Start-ups. Ich habe keine bestimmte Routine, weil die Projekte, die ich bekomme, unterschiedlichster Art sind. Aber ich muss immer schnell und flexibel sein und Ergebnisse liefern. Ich mache viele Dinge gleichzeitig – von Naturfotografie und Reise-Influencing bis hin zu Modelling, Filmproduktionen für Marken und Konzeption von vollständigen Marketingkampagnen. Jede Aufgabe ist anders und erfordert ihre ganz eigene Struktur. Es macht sehr viel Spaß, ist aber auch harte Arbeit, die eine Menge Multitasking, Problemlösungskompetenz und Planung mit sich bringt. Ich bin mit vielen alltäglichen Herausforderungen konfrontiert. Am Ende muss ich liefern, daher kreist mein Denken ständig um die Frage, wie ich alles auf die bestmögliche Weise erledigen kann.

Die isländische Reisefotografin Ása Steinarsdóttir steht vor einem traditionell isländischen Häuschen.

Viele Menschen denken, dass man als Reisefotograf ständig Urlaub macht. Können Sie uns von Ihren Erfahrungen mit Arbeitsüberlastung/Burnout berichten?

Ich halte mich zwar an Urlaubszielen auf, aber das heißt nicht, dass ich mich dort auch entspanne. Auf meinen Arbeitsreisen stehe ich meistens vor Sonnenaufgang auf, um das beste Licht zu haben, fotografiere dann den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang und mache mich anschließend an die Bearbeitung der Tagesausbeute. Das bedeutet sehr wenig Schlaf und manchmal nicht einmal Zeit fürs Mittagessen oder eine kurze Pause. Man ist ständig eingespannt, was physisch und psychisch sehr belastend sein kann.

Hinzu kommt, dass man sich als Freelancer schwertut, richtigen Urlaub zu planen. Freiberufliches Arbeiten ist sehr motivierend, und ich möchte jede Gelegenheit nutzen, um meinen Kunden die beste Qualität zu liefern. Die Arbeit ist nie ganz erledigt. Ich kann immer noch etwas mehr tun, und das macht es schwierig, Zeit zum Entspannen einzuplanen. Das kann leicht zu einem Burnout führen. Mir ist es schon einige Male passiert, dass ich, kaum nach Island zurückgekehrt, zusammengeklappt bin. Einen Burnout sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Deshalb bemühe ich mich jetzt, ein besseres Gleichgewicht zwischen produktiver Arbeit und richtiger Erholung zu finden.

Die isländische Reisefotografin Ása Steinarsdóttir wandert inmitten von isländischen Bergen.

Wie entspannen Sie sich nach intensiven Arbeitsreisen?

Nach einer intensiven Reise stehen immer einige Tage Bildbearbeitung an. Das ist zwar auch Arbeit, aber zuhause zu sitzen und Bilder zu bearbeiten, von denen ich begeistert bin, macht mir richtig Spaß. Wenn ich eine Pause benötige, gehe ich in ein Schwimmbad, das man überall in Reykjavik in der näheren Umgebung findet.

Wie viele Länder haben Sie bereits besucht?

Insgesamt war ich in 52 Ländern, aber in letzter Zeit habe ich ein sehr starkes Bedürfnis, zuhause in Island zu bleiben. Ich glaube nach wie vor, dass es dort für mich noch viel zu entdecken gibt.

Der Mercedes-Benz GLE (W 167) in Polarweiß auf einer einsamen Landstraße in Island.

Bevorzugen Sie Rucksackreisen, Autoreisen oder Luxusreisen?

Wenn ich die Wahl habe, sind mir Roadtrips am liebsten. Für mich ist es wichtig, vor Ort unabhängig zu sein, und das geht am besten mit einem Auto oder einem Van. So kann ich das beste Licht erwischen und viele Orte in meinem eigenen Tempo besuchen.

Der Mercedes-Benz GLE (W 167) in Polarweiß auf unwegsamem Gelände in Island.

Sie kommen aus Island und bereisen häufig Ihr eigenes Land. Ist das nicht irgendwann langweilig?

Bislang langweilt mich Island noch nicht. Ich habe in diesem Jahr zwei große Reisen durch Island gemacht und beide Male habe ich neue, unglaubliche Orte gefunden, an denen ich noch nie zuvor gewesen bin. In diesem Land gibt es so viel zu entdecken und ich habe noch längst nicht alles gesehen. Ich entdecke immer wieder neue heiße Quellen und neue Wasserfälle und finde es überaus spannend, mein Heimatland zu erkunden.

Ein Gletscher in Island.

Was ist in Island die beste Art zu reisen?

Am besten erkundet man Island mit dem Auto – entweder mit einem Geländewagen oder mit einem Wohnmobil, um sein eigenes Tempo zu fahren und nicht an Hotels oder Orte gebunden zu sein, die man zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen muss.

Die isländische Reisefotografin Ása Steinarsdóttir sitzt im Mercedes-Benz GLE (W 167) in Polarweiß.

Können Sie uns eine einwöchige Autoreise durch Island mit Ihren Lieblingsorten zusammenstellen?

Eigentlich gibt es bei einer Autoreise durch Island kein Richtig oder Falsch. Man sollte sein eigenes Tempo wählen und dort, wo man möchte, eine Pause machen. Aber um Ihnen eine Vorstellung zu geben, könnte eine siebentägige Autoreise für einen Island-Neuling wie folgt aussehen:

Tag 1: Fahrt von Reykjavik zum Goldenen Kreis. Er umfasst die drei bekanntesten Sehenswürdigkeiten Islands: den Nationalpark Thingvellir, das Geothermalgebiet Geysir und den Gullfoss-Wasserfall.

Tag 2: Die Südküste. Es ist eine meiner Lieblingsregionen in Island und voller atemberaubender Wunder. Dort gibt es zahllose Wasserfälle, Gletscher und schwarze Strände.

Tag 3 & 4: Skaftafell Nationalpark. Ich empfehle, dort zwei Tage zu verbringen. Man kann einige Gletscherzungen erkunden, zum Svartifoss-Wasserfall wandern und anschließend zum Aussichtspunkt Sjónarnípa.

Tag 5: Höfn. Nach der Fahrt entlang der einsamen Südküste hat man bei der Ankunft in Höfn das Gefühl, in eine Metropole zu kommen. Höfn ist ein recht bedeutendes Zentrum für Touristen, die Islands Ringstraße bereisen.

Tag 6 & 7: Rückfahrt nach Reykjavik über die Südküste mit einigen Zwischenstopps an Orten, die man auf der Hinfahrt ausgelassen hat (ich empfehle eine kurze Wanderung und ein Bad im heißen Fluss Reykjadalur, der nur wenige Stunden von der Hauptstadt entfernt ist). Für eine komplette Umrundung der Insel auf der Ringstraße benötigt man 9 bis 10 Tage.

Der Mercedes-Benz GLE (W 167) in Polarweiß vor einem hohen Gebirge in Island.

Auf welche Schwierigkeiten kann man bei einer Reise durch Island stoßen?

Aufgrund des Wetters und der Mitternachtssonne ist eine Islandreise im Sommer auf jeden Fall unproblematischer. Zum Beispiel geht die Sonne im Juni kaum unter. Als Fotograf hat man also sehr viel Zeit für seine Aufnahmen. Aber selbst im Sommer können die Temperaturen im Hochland unter den Gefrierpunkt fallen. Außerdem sind viele Straßen im Hochland nur mit dem Geländewagen befahrbar und bei einigen dieser Strecken müssen auch Flüsse durchquert werden. Im Winter ist es keineswegs ungewöhnlich, dass Straßen wegen Schnee und Wind tagelang gesperrt sind. Man braucht einen wirklich guten Geländewagen und selbst dann kommt man nicht immer ans Ziel, weil viele Straßen einfach gesperrt sind.

Und noch etwas gilt es zu beachten: Man sollte immer mit der Front in Windrichtung parken. Andernfalls können die Türen beim Öffnen einfach aus den Angeln gehoben werden.

Blick in den Seitenspiegel des Mercedes-Benz GLE (W 167): Landstraße in Island.

Haben Sie als Fotografin einen Ratschlag für Mädchen und junge Frauen, die in das Gebiet der Fotografie einsteigen möchten?

Die Fotografie ist eine ausgesprochen männerdominierte Welt, aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen. Ich habe nie wirklich darauf gehört, was andere sagen, und bin immer meiner Leidenschaft gefolgt. Ich fotografiere gern und habe das zu meinem Beruf gemacht. Daher lautet mein Ratschlag: Wenn du eine Leidenschaft hast – folge ihr und schaue nie zurück.

Die isländische Reisefotografin Ása Steinarsdóttir vor einem Sonnenuntergang.

Welche Ausrüstung verwenden Sie für Ihre Fotos? Was ist Ihr Lieblingsobjektiv?

Ich arbeite mit einer Vollformat-DSLR, die ich für Fotos und Videos verwende. Ich liebe das 24 mm F 1,4 Weitwinkel-Objektiv, aber ich verwende natürlich jede Art von Objektiv, die für die jeweilige Situation geeignet ist, sei es ein Zoom- oder Festbrennweitenobjektiv, Tele- oder Makroobjektiv.

Zusammenspiel von Natur und Sonnenuntergang in Island.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? Wie stellen Sie sich Ihre weitere Karriere vor?

Ich habe kürzlich beschlossen, einen Van zu kaufen und in ein Wohnmobil umbauen zu lassen. Ich möchte die Welt erkunden, auf Reisen gehen können und zugleich mein Zuhause bei mir haben. Auch im kommenden Jahr werde ich also wieder unterwegs sein, allerdings größtenteils zuhause, also in Island. So weit gehen meine aktuellen Pläne. Wenn Sie wissen wollen, wie es weitergeht, müssen Sie mir einfach nur folgen.

Die isländische Reisefotografin Ása Steinarsdóttir sitzt an einem Tisch und blickt aus dem Fenster.

Geben Sie uns bitte 3 Tipps für angehende Fotografen.

Seien Sie experimentierfreudig. Wie bei allem, was man auf dieser Welt lernen möchte, gilt auch hier: Übung macht den Meister.

Reden Sie mit anderen Fotografen, ziehen Sie gemeinsam los und fotografieren Sie gemeinsam. Es macht sehr viel Spaß und wahrscheinlich können Sie sich dabei etwas abschauen.

Fotografieren Sie alles und unter allen Bedingungen. Warten Sie nicht nur auf den perfekten Sonnenuntergang.

Dieses Interview wurde in Zusammenarbeit von Bell Collective und She’s Mercedes durchgeführt.