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Loops

Der Freeskiing-Lifestyle

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Ein Sonnenaufgang in den Bergen mit Multitalent Caja Schöpf.

Für Freeskier wie Caja Schöpf ist der Nervenkitzel beim Herunterstürzen von steilen Berghängen erst der Anfang. Geschickt wie ein Profi-Skateboarder schlägt sie Schwindel erregende Saltos, weicht Hindernissen aus und meistert Rails, natürlich alles im weißen Pulverschnee. Das ist Freeskiing – eine kreative und anspruchsvolle Abwandlung des klassischen Skisports, bei der Sprünge absolviert und Hindernisse überwunden werden müssen. Für Schöpf sind die Berge im wahrsten Sinne des Wortes ihr Spielplatz. Sie betreibt nicht nur fast jeden Wintersport, sondern geht in niedrigeren Höhenlagen auch laufen und biken und praktiziert Yoga. Wir haben das Multitalent mit einem GLA 220 d begleitet – vom üppigen Grün des Nebelhorns im Süden Deutschlands bis hinauf zum Stubaier Gletscher in Österreich. Dabei haben wir den Sonnenaufgang erlebt und erfahren, wieso Freeskiing so viel mehr ist als eine Sportart. Es ist ein Lifestyle.

GLA 200 d: Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,4–4,2 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 115–110 g/km.*

Wie bist du Sportlerin geworden?

Ich hatte eigentlich nie vor, Profisportlerin zu werden. Ich wollte Tierärztin werden und um die Welt reisen. Zumindest Letzteres habe ich geschafft. Ich habe schließlich Psychologie studiert, was sich als die perfekte Entscheidung erwiesen hat. Wie wurde ich nun Profisportlerin? Ich mochte schon immer alle möglichen Sportarten. Ich war immer ehrgeizig und liebte es, mir Ziele zu setzen. Ich habe zufällig mit dem Snowboarden angefangen, habe dann zufällig meinen damaligen Freund kennengelernt, der Profi-Freeskier war, und in der Saison nach meinem Studienabschluss habe ich meine ersten Wettkämpfe absolviert. Die ersten Erfolge kamen und ich dachte: „Okay, warum nicht deine Leidenschaft zum Beruf machen?“

Was sind deine ersten Erinnerungen in Zusammenhang mit Sport?

Es sind einerseits sehr positive – Skifahren mit meiner Mama, als ich drei Jahre alt war –, und andererseits sehr negative – als ich meine erste Knieoperation hatte und über ein Jahr wegen starker Schmerzen ausgefallen bin und mich zurückkämpfen musste. Ich bin auch schon immer geritten und habe sogar an Wettbewerben teilgenommen. Und dann gab es da noch alle möglichen Sportarten wie Fahrradfahren, Klettern und die Erkundung der Berge in meiner Heimat, sei es zu Fuß oder mit dem Rad. Ich habe aber alles immer ohne Wettkampfgedanken ausprobiert – es hat einfach Spaß gemacht, zusammen mit meiner Familie und meinen Freunden.

Caja Schöpf im Mercedes-Benz

Wann und warum hast du dich entschlossen, mit Freeskiing zu beginnen?

Ich bin ja über das Snowboarden zum Free- und Freestyle-Skiing gekommen. Klar bin ich in den Alpen aufgewachsen und stand auf Skiern, seit ich drei Jahre alt war. Aber wie die meisten Menschen wollte auch ich in der Pubertät ein wenig rebellieren und habe deshalb meine Ski gegen ein Snowboard eingetauscht. Zwei Jahre später bin ich zur Vernunft gekommen und habe eingesehen, dass auch Skifahren ziemlich cool ist, wenn nicht sogar cooler. Gleichzeitig wurde Freestyle-Skiing auch in Europa populär – also habe ich das ausprobiert und mich sofort verliebt.

Was magst du am Freeskiing so sehr?

Die Kreativität, die Vielseitigkeit und die Freiheit. Kein Tag ist wie der andere. Man kann jeden Tag etwas dazu lernen und sich verbessern. Und man lernt viel übers Scheitern. Man erleidet Schmerzen, wird aber nur besser, wenn man immer wieder aufsteht. Und nicht zuletzt liebe ich die Möglichkeit, den Sport mit meiner Reiseleidenschaft kombinieren zu können. Ich bin um die Welt gereist, habe viele schöne Orte gesehen, unglaubliche Menschen getroffen und viele einzigartige Erfahrungen gesammelt.

Caja Schöpf im Sprung

Was ist dein Lieblingsort zum Skifahren und warum?

Ich mag all die Orte rund um meine Heimat Garmisch-Partenkirchen, eben weil sie so nah dran sind. Keine lange Anreise und meistens bin ich dort mit meinen Brüdern unterwegs. Ansonsten gehört der Arlberg in Österreich auf jeden Fall zu meinen Lieblingsorten in Europa, um auf Pulverschnee zu fahren, und in Übersee ist es Niseko/Japan. Wenn ich in einen tollen Snowpark will, dann fahre ich gern zum Stubai Zoo. Das mache ich allerdings nicht mehr so oft.

Caja Schöpf beim Aufstieg am Berg

Die meisten von uns müssen irgendwann etwas meistern, von dem sie dachten, dass sie es niemals könnten. Caja Schöpf

Du bist nicht nur Skifahrerin, sondern auch schon seit vielen Jahren im Gebirge unterwegs. Welche Sportarten machst du in den Bergen, wenn kein Schnee liegt?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Ich bin im Training schon immer gern Laufen gegangen und habe eine Leidenschaft fürs Laufen in den Bergen entwickelt. Das ist das, was man heute Trail Running nennt, den ganzen Tag lang kleine Pfade entlanglaufen. Dann sind da auch noch meine geliebten Fahrräder: mein Rennrad für tolle gepflasterte Straßen an schönen Gebirgspässen und mein Mountainbike, das mich fast überall hinbringt. Und schließlich mein Fullsuspension Bike, um die Wanderwege geschmeidig hoch- und runterzufahren. Wer den direkten Kontakt mit den Felsen sucht, kommt natürlich nicht am Klettern vorbei. Ich kann es nicht besonders gut, aber ich liebe es. Es ist im Übrigen auch ein perfektes Ganzkörpertraining in Sachen Stabilität.

Du arbeitest auch als Sportpsychologin. Kannst du bitte beschreiben, was dieser Beruf beinhaltet?

Er beinhaltet die Arbeit an der mentalen Stärke mit Leistungssportlern. Unabhängig davon, ob es sich um Erwachsene oder jugendliche Athleten handelt, ist die Arbeit herausfordernd, inspirierend und motivierend. In meiner eigenen Profilaufbahn habe ich viele Situationen erlebt, mit denen die meisten Sportler unter Wettkampfbedingungen konfrontiert sind und mit denen sie immer wieder umgehen werden müssen. Zusammen mit meinem Psychologiestudium ergibt das eine sehr gute Kombination. Wir arbeiten an Themen wie Konzentration, Zielerreichung, Organisation, Selbstbewusstsein, Selbst-Effizienz, Struktur im Privatleben sowie im Training, Nervosität, Aktivierung und Entspannung, Motivation, Körpersprache, Disziplin, Ritualen, Teamgeist, Rehabilitation und so weiter. All diese Dinge im Griff zu haben, schafft mentale Stärke und ermöglicht es dem Athleten, das Bestmögliche zu liefern, wenn es wirklich darauf ankommt.

Caja Schöpf vor Berggipfeln

Glaubst du, dass du durch den Sport eine besondere Verbindung zur Natur entwickelt hast?

„Eine besondere Verbindung“ – das klingt mir ein bisschen zu spirituell. Aber ich würde sagen, dass mir Natur- und Umweltthemen wirklich am Herzen liegen. Aber nicht wegen des Sports, sondern durch die Erziehung meiner Eltern und den Lebensstil bei uns zu Hause. Vielleicht haben mir all die Outdoor-Sportarten und meine Reisen immer wieder vor Augen geführt, wie wichtig ein funktionierendes Ökosystem für unseren schönen Planeten mit all seinen Lebewesen ist. Aber wie die Vergangenheit und etliche politische Entscheidungen zeigen, gehört Nachhaltigkeit nicht zu den größten Stärken der Menschen und der Gesellschaft und irgendwann wird das als Bumerang zurückkommen. Meine besondere Verbindung besteht also vielleicht darin, nicht nur nachhaltig zu denken, sondern auch so zu handeln, wann immer es möglich ist.

Stubai-Gletscher in Österreich

Was ist das Schwierigste, was du je gemeistert hast?

Die meisten von uns müssen irgendwann etwas meistern, von dem sie dachten, dass sie es niemals könnten. Aber dann gelingt es uns doch irgendwie, wie z. B. der Umgang mit dem Verlust eines geliebten Menschen. Ich nenne das „den Rucksack des Lebens“. Jeder trägt schöne, Kraft gebende und gute Dinge, an die man sich gern erinnert, mit sich herum. Und wir haben auch Dinge in unserem Rucksack, mit denen man nur schwer umgehen kann und die uns schlimme Schmerzen bereiten. Ich trage diese Dinge ebenfalls im Rucksack meines Lebens. Aber so ist das Leben, oder?

09

Wo hältst du dich am liebsten auf, wenn du nicht in den Bergen bist?

Ich liebe Surfen, Wellen, Strände und frisches Obst. Also findet man mich an exotischen Plätzen in Indonesien oder Mittelamerika, an denen ich an meinen Surfskills arbeite. Außerdem liebe ich das Stadtleben: Mode, Kaffee oder Bier mit Freunden. Ich gehe sehr gern ins Theater oder auf Konzerte. Und ich bin sehr gerne zu Hause, beim Grillen oder Kochen für alle. Ich liebe es zu kochen und in meiner Küche herrscht Kreativität.

Gibt es noch etwas, was du der She’s Mercedes Community gerne über dich erzählen möchtest?

Ich habe gerade schon so viel über mich erzählt und frage mich, wie viele meine Worte lesen und dann denken werden: „Ist das wirklich Caja?“ Wenn dem so sein sollte und falls es noch weitere Fragen gibt – immer her damit, denn Authentizität ist eine meiner wichtigsten Eigenschaften. Ich sage das auch, weil ich mir wünschen würde, dass die Menschen mehr miteinander kommunizieren und einander zuhören. Darum heißt das ja auch She’s Mercedes Community – es geht um mehr Kommunikation. Wir könnten so viel voneinander lernen, wenn wir mehr Fragen stellen und länger zuhören würden und unsere Inspiration, Motivation und Kreativität aus unterschiedlichen Perspektiven, von unterschiedlichen Menschen bekämen. Seid ihr selbst, wenn ihr sprecht und zuhört, und gebt nicht vor, jemand anderer zu sein. Last but not least, hier noch mein Lieblingszitat – sehr einfach, aber sehr inspirierend – von Pu, dem Bären, der mit seinem Freund Ferkel spricht: „Welchen Tag haben wir heute?“, fragte Pu. „Es ist heute“, quiekte Ferkel. „Mein Lieblingstag“, sagte Pu.

Sonnenuntergang in den Bergen

Vielen Dank für das Interview!

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch“ neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH (www.dat.de) unentgeltlich erhältlich ist.