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Eco-Chic

Gute Mode ist im Trend: Immer mehr Designer setzen auf Nachhaltigkeit und beweisen, wie stilvoll eco-friendly Fashion sein kann.

Go for Green! Grüne Mode, soziale Gerechtigkeit und Glamour passen zusammen? Natürlich. Wie gut das aussehen kann, zeigen Fashionlabels und Designer wie Edun, Stella McCartney oder Veja mit ihren nachhaltigen Kollektionen – und ganz unterschiedlichen Ansätzen:

New York meets Marocco: die Highlight-Weste aus der aktuellen Herbst/Winter-Kollektion von Edun © Getty Images

Edun: Schwarz und Weiß

Die Fusion von afrikanischer Handwerkskunst und amerikanischer Highfashion ist einmalig auf dem Laufsteg.

Man nehme einen Cashmere-Stoff aus Brooklyn, einen handgewebten Teppich aus Fez und bekommt was? Eine großartige Weste (oben), aber vor allem: die Quintessenz von Edun. Die von U2-Sänger Bono und Ehefrau Ali Hewson 2005 gegründete Marke setzt sich für afrikanische Manufakturen ein. Anfang 2015 verkündete die irische Aktivistin im Interview mit Style.com: „Wir lassen jetzt mehr als 90 Prozent in Subsahara-Afrika herstellen. Das macht uns überglücklich“

www.edun.com

Natürlich im Trend: die Baisc-Looks des US-Labels Amour Vert sind stilvoll und gut © PR

Amour Vert: Alles auf Grün

Das meint das kalifornische Label wörtlich. Für jedes verkaufte T-Shirt wird ein Baum gepflanzt.

Urbane Mode fotografiert in Wiesen und Wäldern: Schon die Bilder auf der Website sprechen Bände. Die aus San Francisco stammende Marke produziert in Amerika, verwendet nicht-toxische Farbstoffe und, ja, es werden regelmäßig Bäume gepflanzt. Bis Ende 2015 sollen es 100.000 sein. Nicht schlecht für ein Label, das erst 2011 das Licht der Welt erblickte. Prominentes Back-up für die „grüne Liebe“-Mode von Ehepaar Linda Balti und Christoph Frehsee gibt’s übrigens von Gwyneth Paltrow und Blake Lively, die beide schon für Amour Vert designten.

www.amourvert.com

Model Lily Cole (links) steht auch schon auf die französischen Fair Trade-Sneaker von Veja © Action Press, PR

Veja: schnell die Welt retten

Ja, es gibt Turnschuhe, die cool und ökologisch korrekt sind. Zu erkennen am großen V auf der Seite.

Schritt für Schritt die Welt verbessern? Das dauerte Sébastien Kopp und François-Ghislain Morillion, zwei Freunden aus Frankreich, zu lange. Sie entschieden sich für einen gewaltigen Satz nach vorne und gründeten 2004 die Turnschuh- und Accessoire-Marke Veja. Hier ein paar Fakten: Produktion in Brasilien, Förderung regionaler Farmer, Kautschuk aus dem Amazonas, Innensohle aus Biobaumwolle, dazu ein Design, das sich sehen lassen kann. Der Renner ist übrigens der Sneaker „Holiday“ mit atmungsaktivem, antibakteriellen Meshstoff aus recycelten PET-Flaschen.

www.veja-store.com/en/

Liebling der Mode(ls): Designerin Stella McCartney beweist, wie vorbildlich Fashion sein kann © DDP Images

Stella McCartney: die Pionierin

Luxusmode ohne Pelz und Leder? Die Vegetarierin revolutionierte 2001 mit ihrem Label den Laufsteg.

Wer hätte gedacht, dass eine Kunstledertasche das Zeug zur It-Bag hat! Stella McCartney schaffte mit ihrer „Falabella“ nicht nur das. Sondern brachte der Welt noch zwei weitere Sachen bei: dass sie, das Mädchen aus der Beatles-Familie, mehr ist als eine „Tochter von“. Und dass Highfashion auch ohne Pelz und Leder auskommt. Davon zeugen ihre Designs – aufwendig drapierte Kreationen mit „Easy-going“-Attitüde –, mehr als 30 eigene Stores weltweit und folgender Satz: „Es wäre wunderbar, wenn wir Luxusmode aus 100 Prozent nachhaltigen Materialien herstellen könnten.“ Go, Stella!

www.stellamccartney.com

Goldfinger: Golpiras Ringe und Ketten-Anhänger zieren kleine Goldklümpchen © Ben Dalhaus

Golpira: Schmuck mit Geschichte

Für die Düsseldorfer Designerin Gisa Golpira ist faires Gold eine Familienangelegenheit.

Markenzeichen: kleine Goldklümpchen, roh, unbehandelt, einzigartig. Damit fängt auch die Geschichte von Designerin Gisa Golpira an. Als kleines Mädchen zog sie mit ihrer Mutter und deren Partner in den Regenwald von Peru. Plan des Paares: Gold gewinnen, ohne Natur und Menschen auszubeuten. 2013 beschließt Gisa, die schon lange wieder in Deutschland lebt, die Familientradition fortzusetzen. Und gründet ein Schmucklabel. Woher die kleinen Nuggets stammen, die ihre Ketten und Ringe zieren, weiß sie genau. Aus dem Bestand ihrer Eltern.

www.golpira.de

Öko mit Chic: Die Laufsteg-Looks der dänischen Modemarke Fonnesbech © Getty Images

Fonnesbech: die Evergreens

Ein skandinavisches Traditionsmodehaus erfindet sich neu.

Eine Newcomer-Marke aus Dänemark? Im Gegenteil! Seit 1947 ist das Kopenhagener Familienunternehmen im Fashiongeschäft, mittlerweile in der sechsten Generation. Unter der Führung von Celina Fonnesbech Targalski setzt das Label heute auf Bio-Baumwolle und recyceltes Polyester-Garn, produziert in Europa. Und steht für schlichtes Design mit avantgardistischem Twist, das darauf ausgelegt ist, länger als eine Saison zu leben. Ob Westenanzug oder Bluse mit Minikragen: Was ist nachhaltiger, als die eigene Garderobe auf besonderen Basics aufzubauen?

www.fonnesbech-cph.com

Bio-Beautys: Christina Roth und Stephanie Dettmann sind Und Gretel © PR

Und Gretel: doppelt gut

Hinter dem schicken Berliner Bio-Make-up stecken zwei Freundinnen.

Raus aus der Ökoecke, rein in die Konzeptstores! Das Berliner Naturkosmetik-Label Und Gretel fällt schon durch sein Design auf. Der Lippenstift „Tagerot“ präsentiert sich in einer ziselierten Säule, der Puder „Sunne“ im schlichten, weißen Kästchen. Hinter der 2015 lancierten Marke mit den mysteriösen, mittelhochdeutschen Produktnamen stecken Make-up-Artistin Christina Roth und Marketing-Expertin Stephanie Dettmann, die sich überlegt haben, dass ohne synthetische Konservierung und chemische Inhaltsstoffe ja trotzdem mit Stil heißen kann.

www.undgretel.com