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Aus Liebe zur Pferdestärke

Springreiterin Jessica Mendoza steigt aus einem Mercedes-Benz aus.
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Springreiterin Jessica Mendoza über die Liebe und Partnerschaft, die es braucht, um es bis an die Spitze zu schaffen.

Für diejenigen, die nicht mit Pferden aufgewachsen sind, ist der Reitsport oftmals schwer nachvollziehbar. Die Flaggen, Geländer und Glöckchen, die kleinen Hüte und bestimmten Kombinationen, in denen die Pferde rennen und springen. Anders als bei den meisten Sportarten, bei denen ein Einzelner gegen einen Gegner kämpft, geht es beim Reitsport in erster Linie um eine Symbiose. Die Reiter müssen eine Verbindung zu ihren Pferden pflegen, sowohl Pferd als auch Reiter müssen die Signale und Grenzen des jeweils anderen verinnerlichen. Miteinander, nicht gegeneinander, springen und rennen die beiden höher und schneller bis an die Spitze.

Seit sie alt genug war, sich im Sattel zu halten, spricht Jessica Mendoza die Sprache der Pferde. Viele Jahre im aktiven Sport haben ihr internationales Ansehen und zahllose Auszeichnungen eingebracht – sie ist die jüngste britische Reiterin, die es in den vergangenen vierzig Jahren zu den Olympischen Spielen schaffte. Wie alle Pferdesportler, aber sonst nur wenige Athleten, teilt sie ihre Titel und Erfolge mit ihren heißgeliebten Pferden. She's Mercedes hat die Weltklasse-Springreiterin Jessica Mendoza bei einem Turnier in Wellington, Florida, getroffen, um mehr über die Liebe und Fürsorge zu erfahren, mit der man so viel Pferdestärke erreicht.

Jessica Mendoza auf einem Pferd.

Sie haben mit drei Jahren angefangen zu reiten. Was sind Ihre frühesten Erinnerungen mit Pferden?

Wie ich mein Pony ohne Sattel im Garten geritten bin, während mich meine Eltern herumgeführt haben.

Hatten Sie schon immer den Wettkampf im Sinn, wenn es um Pferde ging, oder hat sich dieser sportliche Aspekt später entwickelt?

Ich war im Wettkampf schon immer ehrgeizig. Früher bin ich gelaufen und habe Hockey gespielt, zu gewinnen war mir immer sehr wichtig. Ich denke, das habe ich von meinem Vater.

Warum haben Sie sich für das Springreiten entschieden und nicht für eine andere Reitsportart, wie Dressur- und Vielseitigkeitsreiten?

Ich habe zunächst mit dem Vielseitigkeits- und Dressurreiten angefangen, aber mein Herz schlug immer für das Springreiten. Ich liebte die Höhe und Geschwindigkeit der Parcours.

Springreiterin Jessica Mendoza streichelt ihr Pferd

Sie sind zwanzig Jahre alt und bereits eine unglaublich erfolgreiche Reitsportlerin. Was waren die lohnendsten und herausforderndsten Momente Ihrer bisherigen Karriere?

Die größte Herausforderung waren die Europameisterschaften CHIO Aachen. Die ersten paar Tage liefen nicht so gut für mich, aber ich wusste, dass es am letzten Tag auf mein Resultat ankommen würde. Also musste ich mich zusammenreißen und eine hohe Punktzahl erzielen, um uns zur Qualifikation für die Olympischen Spiele zu verhelfen. Es hat mir viel gegeben, das Team dabei zu unterstützen.

Welche Rolle spielt Teamarbeit in Ihrer Sportart?

Ich denke, es ist sehr wichtig, mit meinem Heimteam, meinen Stallmeistern und meinen Eltern zusammen zu arbeiten. Wir machen alle zusammen einen Plan und wollen, was am besten für die Pferde ist. Teamarbeit steht bei den Nations Cups offensichtlich an erster Stelle. Ich fiebere immer sehr mit meinen britischen Teammitgliedern mit.

Wie würden Sie die Teamarbeit zwischen Ihnen und den Pferden beschreiben, im Vergleich mit der Teamarbeit zwischen Ihnen und den anderen Menschen im Team?

Das absolut Wichtigste ist, eine gute Beziehung zum Pferd zu haben. Du musst ihm vertrauen und es muss dir vertrauen. Wenn ich ein neues Pferd bekomme, investiere ich viel Zeit, um mit ihm eine Bindung aufzubauen, bevor wir in den Ring einsteigen.

Porträt von Jessica Mendoza im Pferdestall

Sind Sie mit der Pflege und Fürsorge der Pferde beteiligt, mit denen Sie arbeiten? Wenn ja, wie sieht dort der Zeitplan oder die übliche Routine aus?

Ich bin gerne sehr stark an der Pflege- und Arbeitsroutine meiner Pferde beteiligt. Jedes Pferd arbeitet einmal am Tag und verlässt zwei- oder dreimal am Tag seinen Stall. Ich finde es schön, wenn meine Pferde nach draußen gehen und Spaß haben können und zugleich fit und vorbereitet für den Wettkampf sind.

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Haben Sie weitere Leidenschaften neben dem Reitsport?

Ja, Kunst. Ich liebe es, Tiere zu malen, wann immer ich Zeit dafür finde.

Für jemanden, der keine Erfahrung mit Pferden oder Pferdesport hat: Was beinhaltet der Sport?

Viel lange und harte Arbeit, die sich aber am Ende immer auszahlt.

Was sind Ihre Karriereziele?

Ich würde gerne eine olympische Medaille gewinnen.

Was sollte jeder Ihrer Meinung nach über Pferde wissen?

Sie sind keine Maschinen. Man muss für sie sorgen und eine Verbindung zu ihnen aufbauen, wenn man Resultate sehen will.

Viel Erfolg und vielen Dank für das Interview!