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Elektromobilität auf der Überholspur

Rabea Schif fährt in Oslo Mercedes
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Rabea Schif, Moderatorin und Model, reist für uns in die norwegische Hauptstadt Oslo und geht der Frage nach, warum Elektromobilität dort so erfolgreich ist.

Als Rabea Schif in Norwegen eintrifft, ist sie schnell begeistert von der Natur, der frischen Luft und der modernen Architektur der Hauptstadt Oslo: „Das Leben kommt mir hier entspannter vor“, erklärt sie lächelnd. Ein Grund dafür sind die vielen Elektroautos, die leise durch die Stadt gleiten. Gemeinsam mit uns geht Rabea in Oslo der Frage nach, wie Norwegen es schon heute geschafft hat, Elektromobilität erfolgreich zu etablieren. Mit einem B 250 e erkundet sie die Stadt und trifft sich mit verschiedenen Ansprechpartnern, um mehr über das Thema zu erfahren. Dabei fährt die Moderatorin selbst im privaten Leben einen Oldtimer: „Ich habe mich schon immer für Autos begeistern können, aber ich mag eigentlich dieses ursprüngliche Fahrgefühl der alten Autos. Tatsächlich bin ich noch nie mit einem Elektroauto gefahren, deshalb bin ich sehr gespannt darauf.“

B 250 e: CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus: 17,9–16,6 kWh/100 km.*

Panorama von Oslo

Norwegen hat nur knapp über fünf Millionen Einwohner, doch schon heute rund 100.000 Elektroautos auf den Straßen. In Relation zur Gesamtbevölkerung ist das ein sehr hoher Anteil. Politiker, Unternehmen und Medien weltweit verfolgen die Entwicklung mit großem Interesse und versuchen zu verstehen, wie es den Norwegern gelungen ist, der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Wer nach Antworten sucht, kommt an Christina Bu, Generalsekretärin des norwegischen Elektroautomobilverbands, nicht vorbei: „Norwegen hatte schon immer sehr ambitionierte Ziele, wenn es um die Reduktion von CO₂-Emissionen ging. Der Verkehr und das Transportwesen sind für einen großen Teil der Emissionen verantwortlich, deshalb muss man hier ansetzen.“ Um den Absatz zu fördern, ist der Kauf eines Elektroautos in Norwegen steuerfrei, auch die Mehrwertsteuer entfällt. Außerdem werden zusätzliche Anreize geboten: Die Fahrer von Elektroautos dürfen unter anderem die Busspuren nutzen, um in der Rush Hour schneller vorwärts zu kommen, können im öffentlichen Raum kostenlos parken und sind von der Maut befreit. „Der Wandel hin zur Elektromobilität ist unvermeidbar, und wir wollen lieber früher ein Teil davon sein als später“, erklärt Bu.

Christina Bu
Christina Bu

In der Innenstadt trifft Rabea anschließend Kari Asheim von der Zero Emission Resource Organisation (ZERO). Die NGO arbeitet daran, den Einsatz von fossilen Brennstoffen vollständig durch erneuerbare Energien zu ersetzen, und wirkt dabei vor allem in politischen und industriellen Kreisen. In einem Land wie Norwegen, das über große Öl- und Gasvorkommen verfügt und zu den reichsten Ländern der Welt gehört, keine einfache Aufgabe. ZERO arbeitet unter anderem an einem Projekt, das Elektromobilität mit CarSharing und Immobilien verbindet: „Die Besitzer können den Wert der Apartments erhöhen, wenn sie E-CarSharing direkt im Haus anbieten können. Und dem Immobilienkäufer wird es noch leichter gemacht, elektrisch zu fahren, wenn er das passende Auto schon im Keller stehen hat.“ Sie selbst ist stolz darauf, ein Elektroauto zu fahren, obwohl sie anfangs Bedenken hatte. Doch die wurden schnell widerlegt, und nachdem sie mit ihrem Auto sogar im Urlaub in Dänemark problemlos von A nach B kam, ist sie endgültig überzeugt. „Tatsächlich habe ich nur positive und keine negativen Erfahrungen mit meinem Elektroauto gemacht“, so Asheim.

Kari Asheim
Kari Asheim

Um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen, ist auch die entsprechende Infrastruktur sehr wichtig – dazu gehören ein Netz an Schnellladestationen oder ausreichend viele Parkplätze mit Ladesäulen. Sture Portvik ist Projektleiter für das Thema Elektromobilität der Stadt Oslo. Rabea trifft sich mit ihm im weltweit ersten Parkhaus, in dem ausschließlich Elektroautos parken dürfen. Es befindet sich in einem Hafenviertel nahe der Innenstadt, in einem alten Luftschutzbunker unterhalb der Festung Akershus. „Jeder Parkplatz hat eine eigene Ladesäule. Es ist eine tolle Location, mitten in der Stadt, man läuft nur drei Minuten zum Rathaus. Natürlich ist es kostenlos für die Besitzer.“ Im Jahr 2015 war bereits rund jedes vierte verkaufte Fahrzeug in Norwegen ein Elektroauto. „Die Infrastruktur in Oslo bevorzugt bereits Elektroautos. Aber sie müssen auch günstig in der Anschaffung und in der Nutzung sein, um wirklich einen Effekt zu erzielen“, so Portvik.

Sture Portvik

Was kann man also in Bezug auf Elektromobilität von den Norwegern lernen? „Die Zukunft ist in Oslo bereits angekommen“, findet Rabea. „Es gehört schon ein gewisser Wille auf allen Ebenen dazu, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Aber ich glaube, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sie sich auf der ganzen Welt verbreiten wird. Norwegen macht es vor: Jede Reise beginnt mit einem ersten Schritt.“

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  • Mercedes in Oslo
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    B 250 e: CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus: 17,9–16,6 kWh/100 km.*