Leider unterstützt ihre aktuelle Browser-Version nicht alle Technologien dieser Webseite.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um die Webseite korrekt darstellen und alle Funktionen nutzen zu können.

Folge 2

5 Levels of Inspiration mit „Our Food Stories“

Wir fragen Frauen die wir bewundern, was sie zuletzt inspiriert hat und verfolgen diesen Gedanken weiter: Ob Bild, Film oder Musik – wer steckt dahinter und was hat diese Person wiederum inspiriert? In fünf Schritten tauchen wir diesmal in das Kreativnetzwerk der Foodbloggerinnen Nora Eisermann und Laura Muthesius von „Our Food Stories“ ein.

5 Levels of Inspiration - Our Food Stories
1

Nora Eisermann & Laura Muthesius

Essen ist in den letzten Jahren zum Distinktionswettbewerb geworden, Foodblogger sind mächtige Meinungsmacher im Lifestyle-Universum. Nora Eisermann und Laura Muthesius zählen mit ihrem Blog „Our Food Stories“ zu den erfolgreichsten ihrer Spezies und haben sich durch ihre aufwendigen Fotos eine riesige Anhängerschaft aufgebaut. Während Nora das Kochen und anschließende Styling der Gerichte übernimmt, widmet sich Laura der Fotografie. Das besondere Licht für ihre atmosphärisch dichten Bilder finden die beiden etwas abseits von Berlin in ihrem Studio in Brandenburg. Mittlerweile haben sie ein Kochbuch verfasst und beraten Firmen in den Bereichen Social Media und Fotografie.

5 Levels of Inspiration - Our Food Stories
Die Lieblingsdecke von Laura und Nora stammt aus dem Berliner Laden „ting“. © L. Muthesius & A. Deppe

Das hat uns zuletzt inspiriert: Der Laden „ting“ von Laura Huppert.

Die Picknickdecke aus dem Laden „ting“ von Laura Huppert begleitet uns schon seit Jahren. Auf den kleinen Laden sind wir aus Zufall gestoßen, als wir wegen einer Wohnungsbesichtigung im Prenzlauer Berg waren. Mittlerweile sind wir oft dort und Laura ist eine gute Freundin geworden. Die Decke kommt auf unserem Blog und Instagram Account etliche Male vor. Sie ist, genau wie zum Beispiel neue Keramik, ein Auslöser für uns, um über neue Rezepte nachzudenken. Wir fragen uns „Was für ein kleines Gericht können wir für ein Picknick machen, das so fest ist, dass es bei einer Fahrradtour nicht kaputt geht?“. Dann machen wir kleine Pies und essen sie mit Freunden in der Natur – auf dieser Picknickdecke.

5 Levels of Inspiration - Our Food Stories
2

Laura Huppert

Zwei Jahre lang hat Laura Huppert in China für ein Architekturbüro gearbeitet. Dort hat sie neben dem asiatischen Design auch ihren Ehemann, einen Dänen, kennengelernt. Zurück in Berlin hat Laura den Laden „ting“ eröffnet in dem sie ihre Liebe für skandinavisches und asiatisches Design vereint. Viele der Stücke die sie dort verkauft hat sie selber von Reisen mitgebracht. Laura findet es wichtig, den asiatischen Raum von seinem Ruf als „Werkbank“ für Plagiate zu befreien. Momentan arbeitet sie deshalb gemeinsam mit einem Silberschmied aus Jaipur an einer Schmuckkollektion.

5 Levels of Inspiration - Our Food Stories
Die Collage „Blue-and-Silver“ der dänischen Grafikerin Berit Mogensen Lopez. © Berit Mogensen Lopez

Das hat mich zuletzt inspiriert: Die Collage „Blue-and-Silver“.

Berits Grafiken habe ich beim Blättern in dänischen Zeitschriften entdeckt. Die Collage „Blue-and-Silver“ mag ich besonders gern. Die Kontraste, die Farbigkeit und die Texturen der verschiedenen verwendeten Materialien passen wahnsinnig gut zusammen. Man sieht vielen von Berits Stücken an, dass sie aus dem Textildesign kommt. Ich habe sofort überlegt, ihre Arbeiten in meinem Laden zu verkaufen und als ich das letzte Mal nach Kopenhagen gefahren bin, habe ich sie einfach nach einer Verabredung zum Kaffee gefragt. Mittlerweile verkaufe ich ihre Arbeiten in meinem Laden.

3

Berit Mogensen Lopez

Berit Mogensen Lopez ist an der Westküste von Jutland aufgewachsen und lebt in Kopenhagen. Nach einem Fashion- und Textil Studium leitet sie jetzt ihre eigene Firma „Mogensen Lopez Design“. Für ihre Collagen hat sie unterschiedlichste Inspirationsquellen. Zum einen können das die verschiedenen Oberflächen und Farben der Städte sein, oder auch die Strukturen von Stoffen und Materialien.

Der Sänger Martin Ryum mit seiner Leopardenkette. © Morten Elbech Sørensen & James Bates Photography

Das hat mich zuletzt inspiriert: Die Leopardenkette „A leopard cannot change his spots“.

Die Band „Speaker Bite Me“ lieferte den Soundtrack zu meiner Anfangszeit in Kopenhagen. Vor kurzem war ich auf ihrer Reunion und der Sänger Martin Ryum trug diese verrückte Leopardenkette. Ich konnte kaum wegsehen. Ich mag viele Arbeiten der Schmuckdesignerin Helen Clara Hemsley, aber diese ganz besonders! Sie ist eine tolle Mischung aus Rock’n’Roll und handwerklicher Stickerei. Bei dem Konzert habe ich darüber nachgedacht, wie viel Zeit vergangen ist, seit ich nach Kopenhagen gekommen bin und wie sehr ich mich verändert habe. Trotzdem bin ich immer noch dieselbe. Genau wie es der Titel der Kette sagt „A leopard cannot change his spots.“

4

Helen Clara Hemsley

Helen Clara Hemsley arbeitet und lebt als Schmuckdesignerin und Übersetzerin in Kopenhagen, unweit des Meeres. Sie liebt das Wasser und die Möglichkeit sofort mit ihren Kindern im Grünen sein zu können. Um ihre Schmuckstücke anzufertigen braucht sie ihre Brille, gutes Licht und vor allem eine Vielzahl an Nadeln: Bei jedem Stück geht mindestens eine kaputt, weil das Gewebe der Stickereien so eng ist.

Illustriertes Filmplakat von „The Stitch“. © Julie Reinau & Anne Sofie von der Pahlen

Das hat mich zuletzt inspiriert: Der Film „The Stitch“.

Der Film „The Stitch“ der Architektin Anne Sofie von der Pahlen hat mich total inspiriert. Es ist ein liebevoll gezeichneter Film, der sich mit der Frage nach Nachhaltigkeit und Mehrgenerationenprojekten beschäftigt. Ich habe eine Zeit lang einen Office-Space mit Anne geteilt und wir haben ständig gemeinsam Ideen gewälzt. Ich denke oft darüber nach, inwiefern Architektur und Stadtplanung Gesellschaft und die Art wie wir miteinander leben beeinflussen kann und ich mag die spielerische Art mit der sich der Film damit auseinandersetzt.

5

Anne Sofie von der Pahlen

Anne Sofie von der Pahlen lebt auf der dänischen Insel Bornholm und arbeitet als Architektin in verschiedenen Projekten – vor allem im Bereich Nachhaltigkeit. Den preisgekrönten Film „The Stitch“ hat sie zusammen mit der Architektin Julie Reinau und verschiedenen Komponisten und Zeichnern verwirklicht. Momentan arbeitet sie an einem Showroom für nachhaltige skandinavische Inneneinrichtung in Deutschland.

Sissel Vera Pettersen und Randi Pontoppidan sind das Musikduo „Lift“. © Per Morten Abrahamsen

Das hat mich zuletzt inspiriert: Die Band „Lift“.

Das Musikduo Lift – bestehend aus Sissel Vera Pettersen & Randi Pontoppidan – inspiriert mich immer wieder. Zuletzt habe ich sie auf einem Konzert in einer riesigen Kirche in Kopenhagen erlebt – eine überwältigende Soundinstallation. Sissel und Randi haben eine eigene Art ihre Stimmen als Instrumente einzusetzen und abstrakte Soundatmosphären voller Experimente zu erzeugen. Ich kenne Randi seit meiner Kindheit und bewundere, dass sie genau das macht, was sie interessiert. Völlig losgelöst davon, anderen gefallen zu wollen.