Leider unterstützt ihre aktuelle Browser-Version nicht alle Technologien dieser Webseite.

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um die Webseite korrekt darstellen und alle Funktionen nutzen zu können.

Folge 1

Lauren Singer: „Bequemlichkeit ist tödlich!“

Coffee-to-go-Becher, Einmalrasierer und eingeschweißte Salatgurken – die Welt von Lauren Singer ist voll von Möglichkeiten, Dinge anders zu machen, als es der Mainstream tut. Die junge New Yorker Start-Up-Gründerin hat es sich zum Ziel gemacht, so wenig Müll wie möglich zu produzieren und dabei nicht auf Spaß und einen gewissen Lifestyle-Faktor zu verzichten.

Mit Erfolg: der von ihr produzierte Müll der letzten zwei Jahre passt in ein Einmachglas und mit ihrem Blog „Trash is for Tossers“ ist sie so etwas wie das Postergirl einer neuen Umweltbewegung geworden, für die sich gesellschaftliches Engagement und der Spaß an Schönem nicht ausschließt. Die Erleuchtung kam während einer Univorlesung in Umweltwissenschaften. Ein voller Mülleimer zum Ende jeder Unterrichtseinheit brachte Lauren ins Grübeln – wie kann es sein, dass man sich theoretisch mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt aber daraus praktisch keine Konsequenzen zieht? Sie startete einen Selbstversuch, den sie auf ihrem Blog „Trash is for Tossers“ dokumentiert und der sie bis auf die Bühne der prestigeträchtigen „TED Talks“ und in Zeitungen auf der ganzen Welt brachte.

Auf die Frage, was sie am meisten vermisst, seit dem sie ihren Konsum umgekrempelt hat, lacht sie: „Ehrlich gesagt – gar nichts! Im Gegenteil - mir macht es Spaß kleine Alltags-Hacks zu erfinden und meinen eigenen Weg zu gehen. Das hat nichts mit Verzicht zu tun. Mein Leben ist durch das Zero Waste Prinzip erfüllter geworden.“

Lauren ist eine Ausnahmeerscheinung – besonders in Amerika. In einem Land, das extremen Wert auf Bequemlichkeit legt und in dem jede (Plastik-) Flasche Wasser im Supermarkt nochmal in eine Plastiktüte verpackt wird um sie nach Hause zu transportieren. Wie bricht man aus diesen Gewohnheiten aus? Laut Lauren: Alles eine Frage der Organisation und Spaß an Do-it-Yourself-Verfahren. Beim Einkaufen den eigenen Jutebeutel mitbringen, den Cocktail ohne Strohhalm bestellen, und nicht für jede Kaugummipackung eine Quittung mitnehmen – kleine Schritte, die in der Summe einen Unterschied machen.

01 04

„Mir macht es Spaß, meine eigenen Produkte herzustellen und mir nicht von großen Konzernen vorschreiben lassen zu müssen, was in einer Bodylotion oder Zahnpasta drin ist, wie sie schmeckt, oder sich anfühlt. Ich mache sie einfach selber.“ In einem Bereich sah Lauren allerdings extremen Handlungsbedarf, den sie nicht nur auf ihr Privatleben anwenden wollte: mit „The Simply Co“, ihrem durch Kickstarter gestarteten Unternehmen, produziert und vertreibt sie umweltfreundliche Putz- und Waschmittel. Die Nachfrage ist so groß, dass sie mit der Produktion kaum hinterherkommt.

Welche Implikationen der Zero Waste Lifestyle auf ihr Leben hat und warum Lauren glaubt, dass Gewohnheit tötet, gibt es in der ersten Folge von „One Minute – One Opinion“ zu sehen.