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Folge 8

Gestriegelt und lackiert.

Warum ich gerne zum Bambi gehe.

Es ist nicht so als wäre ich Lokalpatriot, aber mein Berlin ist ohne Frage die beste Stadt Deutschlands. Wer etwas anderes behauptet, der weiß wirklich nicht Bescheid. Auch wenn sie lange gebraucht hat, um zu dem zu werden, was sie heute ist, so kann man doch sagen: Was lange währt wird endlich gut.

Ich liebe meine Stadt, aber eine Sache fehlt mir manchmal schon, nämlich sich so richtig schick anzuziehen, ohne dass man direkt zur Rede gestellt wird, ob man sich für etwas Besseres hält. „Nein ich wollte niemanden verletzen, eigentlich habe ich mich nur für ein Event zurechtgemacht, auf das ich heute gehe. Zum Bambi.“

Über drei Stunden ohne Wasser und Butterbrot eine Preisverleihung zu schauen, fällt zappeligen Menschen wie mir besonders schwer. Aber ich genieße es dennoch sehr, denn ich finde es zeigt Respekt und Etiquette, sich für einen Abend Mühe im Stillsitzen zu geben. Dieses Jahr begleitete ich meinen guten Freund Mousse T. Auf mein maßgeschneidertes Kleid von „Lana Mueller Couture“ war ich besonders stolz. Mit dem Spitzenkragen und der schwarzen Schleppe wäre ich als Königin der Dunkelheit in einem Theaterstück durchgegangen. Was allerdings nicht so königlich war, ist das gefühlt alle zwei Minuten jemand auf meinem Kleid gestanden hat und ich immer unbeholfen zurück gestolpert bin, als ich nach vorne schreiten wollte.

Besonders schön finde ich es um zwei Uhr Nachts, wenn man mit seinen Freunden irgendwo auf der Aftershowparty sitzt und sich noch einen Nach-Mitternachtssnack holt. Dieses Jahr waren es Crêpes mit Nutella und Bananenscheiben.