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Folge 1

5 Tipps für den beruflichen Wiedereinstieg

Melanie Lynam-Smith Teaser
Melanie Lynam-Smith in ihrem Haus in Meckenheim.

„From Her For Her“ mit Melanie Lynam-Smith.

Melanie Lynam-Smith ist nicht nur überdurchschnittlich erfolgreich, sondern hat, im Vergleich zum deutschen Durchschnitt, auch überdurchschnittlich viele Kinder. Zwei, um genau zu sein. Die Telekom-Managerin jettete nach einem Karriere-Einstieg bei Goldman-Sachs ein paar Jahre als Strategie-Beraterin durch die Welt, bevor sie heiratete und sesshaft wurde. Das multilinguale Energiebündel stieg nach 12 Monaten Elternzeit wieder mit Vorfreude in den Job ein, während in der Firma einige Überraschungen auf sie warteten: neuer Chef, neues Team, neue Aufgaben. Inzwischen sitzt sie längst wieder fest im Sattel. Wir haben sie in Meckenheim besucht, um uns von ihr die Tipps zu holen, die sie selbst gern gehabt hätte.

Lynam-Smith auf dem Weg zur Arbeit.

TIPP #1: Auch erfolgreiche Mütter brauchen Support!

Frauen brauchen beim Wiedereinstieg mehr Unterstützung, als man es sich vorstellt. Deshalb empfehle ich, sich rechtzeitig über mögliche Angebote des Unternehmens zu informieren. In größeren Unternehmen wird die Diversity-Abteilung sicher gern weiter helfen, kleinere Unternehmen können das nicht immer leisten. In jedem Fall hilft es, mit vertrauten Kollegen in Kontakt zu bleiben. Ein Wiedereinstieg ist im Grunde wie ein Neuanfang.

Melanie Lynam-Smith.

TIPP #2: Vorbereitung ist alles!

Auch nach 12 Monaten Pause bleibt uns eine Konstante im Arbeitsleben mit Sicherheit erhalten: Vorbereitung ist das A und O. Ein wenig leichter haben es jetzt die, die sich rechtzeitig Unterstützung suchen konnten. Für alle, die dieses Privileg nicht genießen, empfehle ich, sich selbst Zeit zu geben und die Situation klar an Vorgesetzte und Kollegen zu kommunizieren.

Der Wiedereinstig bedeutet Vorbereitung.

TIPP#3: Mensch, erkenne dich selbst!

Man selbst vergisst es schnell oder es ist einem nicht bewusst: Die Elternzeit verändert sehr. Mutter zu werden ist eine tiefgreifende, persönliche Erfahrung. Die Person, die zurückkommt, ist ein anderer Mensch mit neuen Prioritäten, anderen Zielen und Verpflichtungen. Dinge, die für einen selbst in dieser Phase selbstverständlich geworden sind, können für andere eine Überraschung sein. Geben Sie ihren Kollegen und sich selbst Zeit, die „neue“ Kollegin kennen zu lernen.

Kurze Pause mit einer Kollegin.

TIPP #4: Aus den Augen, aus dem Sinn!

Nicht nur man selbst verändert sich, sondern auch der Arbeitsplatz. Wer nicht da ist, gerät schnell in Vergessenheit. Es mag neue Prozesse, Projekte, Teammitglieder und Vorgesetzte geben. Die wichtigsten Informationen liegen nicht auf dem Server, die Details bleiben einem erst einmal verborgen. Jetzt hilft es, heraus zu finden, welche politischen Themen von Relevanz waren und warum bestimmte Entscheidungen getroffen wurden. Lernen Sie ihr Unternehmen neu kennen!

Zurückkommen ist ein ernstzunehmendes Projekt. Man darf die Herausforderungen, die vor einem liegen, nicht unterschätzen, sondern sollte sich klar machen, dass die eigene Abwesenheit Veränderungen in Gang setzt hat, auf die man am besten flexibel reagiert.

Melanie Lynam-Smith

TIPP #5: Top-Priorität: Wiedereinstieg!

Die elementarste Erkenntnis für mich war: Zurückkommen ist ein ernstzunehmendes Projekt. Man darf die Herausforderungen, die vor einem liegen, nicht unterschätzen, sondern sollte sich klar machen, dass die eigene Abwesenheit Veränderungen in Gang setzt hat, auf die man am besten flexibel reagiert. Und das Wichtigste ist, es soll weiterhin Spaß machen. Versuchen Sie nicht, die Karriere um jeden Preis wieder auf die vermeintlich richtige Bahn zu lenken. Mit einer gesunden Portion Ehrgeiz, Ihrer Tatkraft und dem gewissen Fünkchen Glück wird die Rückkehr für Sie ein glorreicher Erfolg werden.

Melanie Lynam-Smith im Telekom Headquarter in Bonn.