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Folge 1

Im Boys Club

Herrlich feminin: Outfittery-Boss Julia Bösch

Mit dem persönlichen Shopping-Service von Outfittery zeigt Julia Bösch Männern, wo es modisch lang geht

In Eile? Hier gibt die Jungunternehmerin eine KURZSTRECKEN-Empfehlung

Wer als Start-up nicht den Anschluss verlieren will, braucht ein kreatives Team, ein Gespür für den Zeitgeist und die schnelle Umsetzung von neuen Ideen.

Julia Bösch
Frauen-Power: Gemeinsam mit Anna Alex (links) gründetet Julia Bösch 2012 das Shopping-Portal für Männer

Zeit für mehr? Julia Bösch gibt auch auf der LANGSTRECKE Gas:

Wann geben Sie Vollgas?

Immer! Wenn man mit einem Geschäftsmodell wie curated shopping, das wir bei Outfittery anbieten, vorangeht, kann man sich keinen Stillstand erlauben. Outfittery hat aktuell 200,000 Kunden in acht Ländern, aber ich finde: Es gibt in Europa noch so viele weitere Männer, die wir einkleiden müssen. Ich bin übrigens auch privat schnell unterwegs. Eines meiner größten Hobbys ist Rennradfahren.

Von wem haben Sie das Vollgas-geben-Gen?

Wahrscheinlich von meinem Opa, ein Ski-Rennfahrer mit Leib und Seele. Die Vorstellung, viel Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig Freiheit zu haben, hat mich früh gereizt. Ich habe schon zu Abitur-Zeiten von einem eigenen Unternehmen geträumt.

Der schnellste Weg ans Ziel – immer der richtige Weg für Sie?

Schnelligkeit ist in der Start-up-Welt ein wichtiger Faktor. Die Konkurrenz schläft nicht, mit der Umsetzung von guten und innovativen Ideen sollte man deshalb nicht lange warten. Es ist entscheidend, neue Ideen sofort zu testen. Wir laden oft Kunden ein, um uns direktes Feedback zu holen.

Wann gehen Sie runter vom Gas?

Am Wochenende schalte ich ab. Ich unternehme etwas mit Freunden und der Familie, sie sind eine gute Stressbremse. Sonntags gehe ich zum Beispiel gerne mit meiner Schwester brunchen, fahre mit dem Fahrrad an die Berliner Seen oder genieße einfach mal einen Tag auf der Couch.

Bei welchen Gelegenheiten setzen Sie auf Feingefühl statt Rasanz?

Bei der Auswahl neuer Mitarbeiter ist Fingerspitzengefühl sehr wichtig. Wer Kompromisse eingeht, weil es schnell gehen muss und eine Stelle dringend besetzt werden soll, bereut es oft später.

Wer inspiriert Sie mehr: Menschen, die ständig auf der Überholspur sind oder die Sonntagsfahrer im Leben?

Sonntagsfahrer bleiben auf der sicheren Seite und fahren risikofrei. Erfahrungsgemäß muss man seine Komfortzone aber verlassen, um die tollen Seiten des Lebens kennenzulernen. Schnell sein und die anderen überholen – Menschen, die das schaffen, inspirieren mich.

Sind Sie ein guter Beifahrer und lassen auch mal andere ans Steuer?

Meine Mitbegründerin Anna und ich haben großes Vertrauen in unsere Mitarbeiter. Das müssen wir auch, denn bei 250 Angestellten kann man nicht mehr alles selbst machen und muss viele Aufgaben delegieren. Und es gibt Dinge, die andere schlichtweg besser können als wir. Ich musste auch erst einmal lernen, Beifahrer zu sein. Mittlerweile finde ich es aber unheimlich befriedigend, andere ans Steuer zu lassen und nur ab und zu vom Kommandostand zu coachen.

Wie schnell reagieren Männer auf Modetrends?

Im Vergleich zu Frauen machen Männer weniger Tempo. Frauen setzen sich intensiver mit dem Thema auseinander: Was ist angesagt? Welche Farben und Schnitte sind gerade „in“? Was sind die Must-haves der Saison? Männer wollen zwar auch gut aussehen, beschäftigen sich aber in ihrer Freizeit lieber mit anderen Dingen. In Sachen Mode denken sie schlicht pragmatischer. Sie interessiert eher, was sie wie kombinieren können und wünschen sich oft einen kleinen Inspirationsanstoß. Deshalb wird unser Service und der Rat unserer Style-Experten sehr geschätzt.

Wie gelingt es Ihnen, im schnelllebigen E-Commerce nicht den Anschluss zu verlieren?

Ein kreatives Team, ein Gespür für den Zeitgeist und die schnelle Umsetzung von neuen Ideen. Das sind für mich die entscheidenden Faktoren im Innovationsprozess. Nicht warten, Vollgas geben!

Style, Service, Shopping: Outfittery bringt Männer und Mode zusammen

Julia Bösch im Vita-Quartett

Baujahr: 1984 Kilometer: ca. 800 zwischen Heimat Konstanz und aktuellem Wohnort Berlin Zwischenstopps: BWL-Studium in München, Madrid, New York; Leitung der Internationalisierung von Zalando in Europa Auf der Zielgeraden: seit 2012 mit der Gründung von Outfittery