Versteh mich doch!

29.12.2020 | Autor: Stefanie Pichlmair | Fotos: Shutterstock

Isometrische Illustration einer Stadt mit kleinen Icons, die visualisieren, welche Art von Stationen sich in dieser befinden.
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Das Ortungssystem what3words sorgt dafür, dass es keine Kommunikations-Missverständnisse mehr gibt.

Es ist nicht immer einfach, sich zu verstehen. Ob wir verstehen, was der andere uns sagen will, hängt von mehreren Faktoren ab: Tonhöhe, Dialekt, Umgebungsgeräusche – und natürlich davon, ob wir dem Inhalt dessen, was tatsächlich gesagt wird, folgen können. Mit anderen Worten: Sich gegenseitig zu verstehen ist eher ein Wunder als eine Selbstverständlichkeit. Das what3words-Positionierungssystem will uns helfen, genau das zu sagen, was wir wollen und wohin wir wollen.

Eine typische Situation zwischen Mann und Frau: Sie spricht, sein Blick schweift ab, und sie beschleicht das Gefühl, von dem, was sie ihm gerade erzählt hat, scheint bei ihm nur wenig hängenzubleiben. Und vielleicht steht jetzt die trotzige Frage zwischen den beiden: Warum hörst du mir nie zu und ich dir immer? Kommunikation bedeutet immer auch eine Möglichkeit für Missverständnisse. Doch wenn seine Gedanken abschweifen, war nicht zwingend ihre Geschichte schlecht. Es liegt vielmehr daran, dass Männer sich mehr anstrengen müssen, um akustisch zu verstehen, was Frauen sagen.

Stimmen sind Teil der Kommunikation.

Schuld daran ist die Anatomie: Die Stimmbänder von Mann und Frau sind unterschiedlich geformt und unterschiedlich groß. Das führt laut einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Sheffield dazu, dass Frauen eine andere Sprechmelodie haben als Männer. Dadurch können sie viel mehr Klangfrequenzen erzeugen. Den Forschungserkenntnissen zufolge ist es deshalb für Männer häufig schwieriger, eine weibliche Stimme zu verarbeiten, denn dabei werden Hirnregionen aktiv, die auch Musik verarbeiten. Hören Männer dagegen anderen Männern zu, wird das in einem anderen Hirnareal verarbeitet, das nicht so viel Energie benötigt.

Deshalb können Nutzer von Navigationsgeräten über die Einstellungen selbst auswählen, ob die richtungsweisende Stimme männlich oder weiblich sein soll. So kann jeder Nutzer in erster Linie selbst entscheiden, wen er besser versteht. An der Universität von Miami hat ein Forscherteam eine Erklärung dafür gefunden, warum bei Navigationssystemen ein spezieller Stimmtypus bevorzugt wird: Tiefe, deutliche und sonore Stimmen werden von uns Menschen als vertrauenswürdiger beurteilt als höhere.

Die Stimme selbst ist also ein Faktor, der darüber entscheidet, ob man sein Gegenüber gut versteht oder nicht. Genauso wichtig ist aber auch eine klare und verständliche Ausdrucksweise. Zuhörer mögen klare und einfache Sätze. Sie sind leichter zu verstehen.

Illustration eines Navigationsicons mit wellenartigen Sprechblasen darunter, die die Stimme darstellen sollen.

Navigation ohne Missverständnisse.

Bei dem Ortungssystem what3words arbeitet ein Team genau daran: eine möglichst eindeutige Navigation zu ermöglichen. Die Macher von what3words haben dafür die ganze Erde in drei mal drei Meter große Quadrate eingeteilt und jedem Quadrat drei Wörter fest zugeordnet. Ganz einfach, ganz klar und ohne Missverständnisse. Diese Dreiwortadressen finden sich auf immer mehr Internetseiten von Unternehmen und in Reiseführern oder sind direkt über die what3words-App abrufbar. Sie haben gegenüber GPS-Koordinaten den großen Vorteil, dass sie leichter gemerkt und ausgesprochen werden können, aber mindestens genauso exakt sind. Im Vergleich zu normalen Adressen kann man mit diesem System nämlich auch Orte erreichen, die keine Adresse haben. Fahrzeuge von Mercedes-Benz mit dem Multimediasystem MBUX können das Dreiwortsystem über den optionalen Dienst Mercedes me nutzen. Das System lotst einen wirklich überall hin, ob zum versteckten Seiteneingang eines unübersichtlichen Gebäudekomplexes oder zur Lichtung im Wald für ein lauschiges Schwätzchen – ganz ohne Missverständnisse.

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