Zerbrechliche Schönheit

05.03.2020 | Autor: Katalina Farkas, Verena Ernst, Elena Kirsch | Fotos: Anna Heupel

Bei Sonnenuntergang steht die Fotografin Cristina Mittermeier am Meer und richtet ihre Kamera in die Ferne.
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Wie die Umweltfotografin Cristina Mittermeier es schaffte, ihre Arbeit zum Schutze der Ozeane einzusetzen.

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EQC 400 4MATIC: Stromverbrauch kombiniert: 20,8–19,7 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km.⁶

Die Bilder der Fotografin Cristina Mittermeier zeigen die Schönheit der Natur und dokumentieren gleichzeitig, wie sensibel und vergänglich unser Planet ist. Trotz aller Herausforderungen ist sich Cristina sicher: Es ist noch nicht zu spät – wir können unseren Planeten retten, wenn jetzt gemeinsam gehandelt wird. Wir haben die studierte Meeresbiologin an Bord unseres elektrisch angetriebenen EQC besucht. In ihrer Wahlheimat auf Vancouver Island sprachen wir mit ihr darüber, wie sie ihre Leidenschaft für starke Geschichten dafür einsetzt, die Erde zu einem besseren Ort zu machen – und wie sie es als erste „Umweltfotografin“ der Welt geschafft hat, sich in einem männerdominierten Berufsfeld durchzusetzen.

Fotografin Cristina Mittermeier lehnt an der Tür des Mercedes-Benz EQC und hält Ausschau nach ihrem nächsten Fotomotiv.

Hört man Cristina Mittermeier über die Natur sprechen, erübrigt sich die Frage, warum sie Vancouver Island zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht hat. Die Pazifikinsel ist ein Naturwunder, das mit malerischen Fjorden, Regenwäldern und faszinierenden Stürmen beeindruckt. Beinahe könnte man dieses Naturphänomen als Metapher nutzen, um Cristinas mitreißende Persönlichkeit zu beschreiben: Ihre Unangepasstheit, ihr Mut und ihre anhaltende Leidenschaft für das, was sie tut, haben ihr geholfen, sich in einer Branche zu behaupten, die noch immer mehrheitlich von Männern geprägt ist. Wie das funktioniert? „Höre nicht auf die Stimmen in deinem Kopf, die dir sagen, dein Traum sei nichts für Frauen. Dass es dir an Stärke, Mut oder Intelligenz mangelt. Behaupte dich und geh den schwierigeren Weg. Er erfordert viel Mut – aber tu es trotzdem. Widersetze dich der Norm und sei ein Vorbild.“ Cristina nutzt die Tatsache, eine Frau zu sein, als Vorteil. Sie hat es geschafft, vermeintliche Schwächen zu ihrer Geheimwaffe zu machen.

Die Umweltfotografin Cristina Mittermeier steht auf ihrer Veranda und blickt in die Ferne.

Wir besuchen Cristina in ihrem gemütlichen Haus mit Meerblick, in dem sie mit ihrem Ehemann Paul Nicklen und ihren beiden Hunden wohnt. Auf dem Wohnzimmertisch liegen einige Bilder verteilt, die die Fotografin gerade signiert. Paul Nicklen ist ebenfalls Naturfotograf und ihr „Lebens- und Abenteuerpartner“, erzählt Mittermeier. Neben der gemeinsamen Liebe zur Fotografie eint die beiden vor allem der Wunsch, die Umwelt zu schützen. Allen voran: die Ozeane. „Das Meer ist voller Leben, voller Wunder, so wunderschön und wild. Aber seine Schönheit ist zerbrechlich – wenn wir sie nicht schützen, wird sie vergehen.“

Auch deshalb versteht Mittermeier ihre Arbeit als politisch. Ihre Fotografie sei ihr Werkzeug, die sozialen Netzwerke ihr Reichweitenverstärker. Magazine wie National Geographic oder TIME drucken ihre Bilder, auf Instagram verfolgen 1,3 Millionen Menschen die Arbeit der 53-Jährigen. Bei einer gemeinsamen Fahrt im lokal emissionsfreien EQC durch die ursprüngliche Natur von Vancouver Island erzählt uns Cristina mehr über die Philosophie ihrer täglichen Arbeit, welche sie viel mehr als Berufung beschreibt: „Jedes meiner Bilder erzählt eine Geschichte – die von den Problemen, die unseren Planeten und unsere Ozeane bedrohen.“ Deshalb bezeichnet sie sich auch nicht als Natur-, sondern als Umweltfotografin – als „conservation photographer“. Sie hat den Begriff maßgeblich geprägt. „Conservation“ steht dafür, etwas zu erhalten. Genau das will Mittermeier tun: helfen, den Planeten zu erhalten – und andere motivieren, es ihr gleichzutun. Wie sie es geschafft hat, ihren Traum zu leben? „Ohne es zu wissen, habe ich alle wichtigen Entscheidungen auf der japanischen Philosophie Ikigai (‚den Sinn des Lebens finden‘) getroffen. Ikigai ruft dazu auf, jenen Dingen nachzugehen, die man liebt, für die man ein Talent besitzt, mit denen man seinen Lebensunterhalt verdienen kann – und die unsere Welt besser machen.“  

Am liebsten fotografiert Cristina Mittermeier dort, wo es besonders kalt und nass ist: unter Wasser. Zur Unterwasserfotografie kam Mittermeier jedoch erst vor rund zehn Jahren. „Ich bin das beste Beispiel dafür, dass es nie zu spät ist, die eigenen Träume zu verfolgen“, lacht sie. Davor fotografierte Cristina eher beiläufig – bis zu einem besonderen Wendepunkt, der viele Jahre zurückliegt. Damals begleitete sie den Vater ihrer Kinder, einen biologischen Anthropologen, in die tropischen Regionen der Welt. Während er zu Expeditionen aufbricht, bleibt sie in den umliegenden Dörfern zurück. Sie beginnt, die Bewohner in den Dörfern zu porträtieren – meist Frauen und Kinder indigener Stämme. Nicht im Dienste der Wissenschaft, sondern aus emotionalen Gründen. Ihr Ziel: die Perspektive entrechteter und meist unsichtbarer Frauen festzuhalten. Als die Fotos gedruckt werden, merkt sie, dass sie die Betrachter zum Nachdenken anregen. „Schon als Biologin habe ich mich für den Umweltschutz eingesetzt. Aber ich habe gemerkt, dass die Menschen ganz anders auf meine Fotos als auf meine Studien reagieren.“

Seitdem hat sie einen Traum – und ruft mithilfe ihrer Arbeit dazu auf, unseren einzigartigen Planeten zu schützen. „Ich liebe es, dass mein Job mein Leben ist. Ich stehe jeden Morgen auf und weiß, dass ich mit dem, was ich am meisten liebe, meinen Beitrag zu einer besseren Welt leiste – meine Geschichten und Bilder einzusetzen, um die Natur zu schützen.“

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Kraftstoffverbrauch kombiniert CO₂-Emissionen kombiniert Stromverbrauch im kombinierten Testzyklus

Nach Redaktionsschluss, 05.03.2020, können sich Änderungen am Produkt ergeben haben.

6 Stromverbrauch und Reichweite wurden auf der Grundlage der VO 692/2008/EG ermittelt. Stromverbrauch und Reichweite sind abhängig von der Fahrzeugkonfiguration. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch aller neuen Personenkraftwagenmodelle“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.