Die Kunst des Freiseins

18.04.2017 | Text Anna Renk | Kamera Simon Hollman

Cadaques, Spanien

© Jan Friese

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Im spanischen Künstlerdorf Cadaqués haben wir drei inspirierende Künstlerinnen getroffen – und sie gefragt, was Freiheit für sie bedeutet.

Freiheit: ein großes Wort. Eine Sehnsucht. Doch was genau bedeutet Freiheit überhaupt? Wie schafft man es, frei zu sein? Auf der Suche nach Antworten sind wir in das Künstlerdorf Cadaqués an der spanischen Costa Brava gereist. Hier gibt die Kunst schon lange den Takt an: Inmitten atemberaubender Landschaften und zügelloser Naturgewalten haben schon Salvador Dalí, Pablo Picasso und Joan Miró Inspiration für ihre Werke gefunden. Bis heute haben Künstler aus aller Welt ihre Ateliers und Galerien in den verwinkelten Gassen dieser Stadt. Wer sollte sich mit Freiheit besser auskennen als ihre Bewohner?

Der Weg nach Cadaqués allerdings lässt keinerlei Wahlfreiheit: Es gibt nur eine einzige Straße, schmal und kurvig, von der Sonne beschienen. Traumhafte Bedingungen also für eine Fahrt im neuen E-Klasse Cabriolet. In Cadaqués treffen wir die Künstlerinnen Maria Sola, Tony Azorín und Erika Prüfert. Und fragen sie, was Freiheit für sie bedeutet:

Freiheit bedeutet für mich, zu wissen, wer ich bin. Das ist nicht einfach. Du musst wissen, was du fühlst, dir zuhören. Dafür braucht man Ruhe. Darum bin ich in Cadaqués.

Maria Sola
Artist Maria Sola in Cadaques

Vor zwei Jahren vermietete Maria Sola ihr Haus in Barcelona und zog nach Cadaqués, in die Ruhe. Eine Ruhe, die sie zunächst eher einengte. Besonders die Winter sind hart in Cadaqués: Die Stadt wirkt wie ausgestorben, Galerien und Restaurants sind geschlossen, nur der kalte Meereswind heult durch die Straßen. Doch heute weiß Maria, wie richtig die Entscheidung war, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Immer mehr spürt sie, wie sehr der Lärm, das Tempo und die Verpflichtungen der Stadt ihr die Freiheit genommen haben, das zu tun, was sie wirklich will: malen.

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Freiheit ist ein Gefühl, das wir haben, wenn wir etwas verändern. Wir haben es von Geburt an, und es wird uns begleiten, bis wir wieder gehen. Es ist ein lebenslanges Lernen.

Tony Azorín
Artist Tony Azorin in Cadaques

Es war die Zeit, als die Wirtschaftskrise Spanien traf. Tony Azorín fühlte sich machtlos, sah Freunde und Familie leiden und sich selbst in Schwierigkeiten geraten. So unfrei hatte sie sich noch nie in ihrem Leben gefühlt. Eine Kindheitserinnerung rettete sie: die Erinnerung daran, dass sie einst nicht mehr brauchte als einen Pinsel und Farbe, um glücklich zu sein. Das war Freiheit für sie. Und ist es heute noch immer: Tony erschafft Skulpturen aus Treibholz und lebt in ihrer eigenen, kleinen Galerie in Cadaqués. Ein einziger Raum, Galerie und Zuhause in einem. Befreit von überschüssigem Ballast hat sie hier ihre Freiheit wiedergefunden.

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For me, freedom means to be able to choose what I want to do in every moment of my life.

Erika Prüfert
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Erika Prüfert ist Fotografin. Als Kind kam sie mit ihren Eltern das erste Mal nach Cadaqués. Seitdem steht dieser Ort für sie für Freiheit. Nicht verwunderlich, dass sie eines Tages beschloss, hier zu leben. Ein großer, offener Kamin beheizt das frühere Ferienhaus am Ende einer steilen Straße, in dem Erika nun das ganze Jahr über lebt. Jeden Tag kurz vor Sonnenuntergang verlässt sie dieses Haus, um zum Cap de Creus zu fahren, einer steinigen Halbinsel, die über zehn Kilometer ins Mittelmeer hineinragt. Eine Landschaft wie aus einer anderen Welt: Der Wind hat die Felsen zu bizarren Formen geschliffen. Stundenlang läuft Erika über die Felsen und fotografiert diese Formen. Stunden, in denen sie sich so frei fühlt wie nie.

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