Navigation

Die heißesten Health-Tech-Start-ups.

„Blutkörperchen, aus dem Weg!“

In dem US-Streifen „Die Reise ins Ich“ aus dem Jahr 1987 wird der Pilot Tuck Pendleton mit einem U-Boot auf Miniatur-Größe geschrumpft und in den Körper eines anderen Menschen injiziert. Was vor fast 30 Jahren noch nach großer Fantasterei klang, wirkt heute gar nicht mehr so. Zwar ist es nicht gerade wahrscheinlich, in naher Zukunft Menschen auf Nadelspitzen-Größe zu schrumpfen – aber die Idee, zum Beispiel miniaturisierte Technologie in den menschlichen Körper zu injizieren, ist etwas, an dem konkret geforscht wird.

Credit: IMDb

Google beispielsweise hat im vergangenen Jahr den Prototyp einer Kontaktlinse vorgestellt, die Blutzucker-Werte misst und bei Schwankungen warnen kann. Zwischen zwei Schichten der Linse sind ein Sensor und ein Miniatur-Funkchip integriert. Die Linse misst jede Sekunde die Glukose-Werte in der Tränenflüssigkeit und sendet sie an eine entsprechende Smartphone-App. Schätzungsweise in vier bis fünf Jahren ist die intelligente Kontaktlinse marktreif.

Health Disruption.

Vor allem anhand der zunehmend vereinfachten Entschlüsselung des menschlichen Genoms wird deutlich, welchen enormen Einfluss die Entwicklung der Informationstechnologie in diesem Markt hat. Waren etwa Ende der 90er-Jahre noch mehrere Hundert Millionen US-Dollar nötig, um die Sequenz eines menschliches Genoms – sozusagen der Bauplan eines jeden Menschen – zu entschlüsseln, kostet dieses Unterfangen heute aufgrund kostengünstigerer und und leistungsfähigerer Chip-Technologie nur noch circa 1.000 US-Dollar. Start-ups wie 23andme bietet sogar eine Teilanalyse der eigenen DNA für 99 US-Dollar an. Diese gibt beispielsweise Aufschlüsse darüber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, an bestimmten Krebsarten zu erkranken.

Dass in solchen bahnbrechenden Entwicklungen Marktpotenzial liegt, haben auch Investoren erkannt: Wurden in den USA 2013 noch 1,8 Milliarden US-Dollar in Digital-Health-Start-ups investiert, hat sich diese Zahl im vergangenen Jahr auf 4,1 Milliarden mehr als verdoppelt. Laut dem Forschungsinstitut Rock Health wird in diesem Jahr das hohe Niveau aus 2014 gehalten.

„CEO der eigenen Gesundheit“.

Faszinierend an der Gesundheitstechnologie und neuen Entwicklungen in diesem Bereich ist vor allem der Aspekt, dass es um Produkte geht, die uns und unseren Körper unmittelbar betreffen. Und wer hier Besserung, vereinfachten Zugang zu ärztlicher Versorgung und vor allem eine verstärkte Personalisierung verspricht, findet Anklang.

Daniel Kraft, Mediziner an der Singularity University in Mountain View und Gründer der Konferenz Exponential Medicine, hat ein sehr konkretes Bild von einem solchen personalisierten Gesundheitswesen. Er prognostiziert, dass das Gesundheitssystem sich von einer „Sick Care“ zu einer echten „Healthcare“ entwickeln wird. Während wir heute nur reagieren, wenn wir krank werden, so Kraft, wird es in Zukunft durch den Einsatz digitaler Technologien möglich sein, die eigene Gesundheit besser im Blick zu behalten. Die Daten aus Fitness-Tracker, Smartwatches und Wearables werden nur der Anfang sein. „Wearables werden zu Insideables“, sagt Kraft und meint: Kleinste Sensoren im Körper überwachen dann wichtige Körperfunktionen und zeichnen ein umfassendes Bild unserer Gesundheit. Das Ergebnis: „Wir werden in Zukunft zum CEO unserer eigenen Gesundheit.“

Bis es allerdings so weit ist, müssen erst mal Wearables richtig Fuß fassen. Die Aussichten sind jedenfalls gut: Allein im 2. Quartal 2015 sind weltweit circa 18 Millionen Wearables verkauft worden. Für das kommende Jahr schätzt das US-amerikanische Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC den Absatz auf 100 Millionen Geräte, der größte Teil davon – knapp 90 Millionen – entfällt auf Wearables am Handgelenk.

Stolpersteine und Reglementierungen.

Der Weg zum „Chef der eigenen Gesundheit“ ist allerdings steinig. Denn das Gesundheitssystem ist stark reglementiert, in Deutschland noch stärker als in den USA. „Verschiedene Interessengruppen und Gesundheitssektoren, föderale Entscheidungsstrukturen, technische Komplexität, schwieriger Zugang zu Finanzierungen, hohe Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit – die Liste an Schlagwörtern ließe sich noch lang fortsetzen. All diesen Barrieren müssen sich Start-ups im deutschen Gesundheitsmarkt stellen, um digitale Anwendungen oder Systeme auf den Markt zu bringen“, erklärt Gesundheitsexperte und Professor an der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Berlin Arno Elmer.

Zwar seien die Anforderungen an Medizinprodukte in Europa und den USA insgesamt vergleichbar, die Rahmenbedingungen jedoch nicht. In Deutschland sieht Elmer hohe Regulierungshürden in Verbindung mit einer „herausfordernden Mischung aus Patienten-, Leistungserbringer- und Kostenträgerinteressen“, die die Definition von nachhaltigen Geschäftsmodellen und Mehrwertversprechen äußerst schwierig machen. Das verzögere vor allem den Marktzugang um mehrere Jahre: „Daher wird nur jedes hundertste deutsche Start-up-Unternehmen im Gesundheitswesen gegründet,“ so Elmer.

„Dann gehen wir eben in die USA.“

Mit solchen Problemen hatte auch Klara zu kämpfen. Das Start-up aus Berlin bot seinen Nutzern an, verdächtig aussehende Hautstellen per Ferndiagnose von einem Dermatologen prüfen zu lassen. Ein Foto per Smartphone genügte und ein Arzt meldete sich innerhalb von 48 Stunden mit einer Einschätzung. Ein simples Verfahren – mit großem Potenzial, das Gesundheitssystem effizienter zu machen.

Denn 90 Prozent aller Hautkrankheiten lassen sich durch das Betrachten eines Bildes begutachten. Und von diesen 90 Prozent „sind 70 Prozent ohne Arztbesuch therapierbar, in etwa 30 Prozent der Fälle sind physische Arztbesuche notwendig“, erklärt Klara-Gründer Simon Lorenz. Die Mehrheit der Hauterkrankungen lässt sich also relativ unkompliziert therapieren. Die Realität in der Dermatologie sieht hierzulande aber anders aus. Nach mehrmonatigem Warten auf einen Termin stellt der behandelnde Arzt oftmals fest, dass der Leberfleck oder die bedenkliche Hautstelle nicht weiter tragisch ist.

Weil in den USA die legalen und infrastrukturellen Voraussetzungen deutlich besser sind als in Deutschland, expandierte das Start-up bereits im vergangenen Jahr in die USA. Mittlerweile bieten Lorenz und sein Team den Dienst ausschließlich in den Vereinigten Staaten an. „Die USA sind der attraktivere Markt, da Reglementierungen und Monetarisierungsmöglichkeiten von ärztlichen Leistungen wesentlich offener sind. Daher sind Ärzte aufgeschlossener gegenüber innovativen und möglicherweise disruptiven Werkzeugen, um Effizienz und Qualität zu erhöhen.“ Das Fernbehandlungsverbot, die Abwesenheit des elektronischen Rezepts und vor allem die fehlende Bereitschaft vieler Beteiligter, wirklich einen Schritt nach vorne zu gehen, sei in Deutschland lähmend für Unternehmen, die im Telemedizinbereich starten wollen. „In den USA ist das genau andersherum“, konstatiert Lorenz. Das Fernbehandlungsverbot sieht in Deutschland etwa vor, dass „Ärzte individuelle ärztliche Behandlung, insbesondere auch Beratung, nicht ausschließlich über Print- und Kommunikationsmedien durchführen“ dürfen.

Momentan baut das Gründerteam Klara als generelle Kontaktplattform für Ärzte und Patienten für alle medizinischen Fachgebiete aus. Schwerpunkt des Angebots ist momentan New York, in Zukunft sollen aber die gesamten USA abgedeckt werden. Ein Angebot des Dienstes in Deutschland ist bisher nicht geplant, obwohl das Produktteam nach wie vor in Berlin sitzt.

Eine Krankenversicherung, die Oscar heißt.

Auch bei einem der heißesten Health-Tech-Start-ups in den USA mischt ein Deutscher mit: Mario Schlosser ist neben Joshua Kushner und Kevin Nazemi Teil des Gründertrios von Oscar. Das New Yorker Start-up ist bisher nur in New York und New Jersey tätig und bietet Krankenversicherungen an, die sich im Web einfach abschließen lassen und die es unkompliziert ermöglichen, mit Ärzten in Kontakt zu treten – auf Wunsch direkt per Telefon, um beispielsweise eine erste Einschätzung der eigenen Beschwerden zu erhalten. Oscar setzt aber auch auf Prävention. Das Start-up verschenkt beispielsweise einen US-Dollar am Tag, wenn Versicherungsnehmer ihr Bewegungsziel erreichen und dieses per Fitness-Tracker aufzeichnen. Maximal 20 US-Dollar im Monat, 240 US-Dollar im Jahr sind so für die Oscar-Nutzer drin.

Credit: oscarhealth

„Die Vision für Oscar hatte ich vor über drei Jahren, als ich die Rechnung meiner Krankenversicherung bekam und feststellte, dass ich überhaupt gar nichts von dem verstand, was dort geschrieben stand“, erklärt Oscar-Mitgründer Joshua Kushner. Ein Unding, das er unbedingt ändern wollte.

Einfache Nutzung und Transparenz.

Die neue Gesetzeslage in den USA unterstützt ihn dabei. Denn seit der Einführung von Obamacare – der großen Gesundheitsreform von Barack Obama – ist jeder US-Amerikaner bis auf wenige Ausnahmen dazu verpflichtet, eine Krankenversicherung abzuschließen. Menschen mit geringen finanziellen Möglichkeiten erhalten dafür staatliche Unterstützungsleistungen. Abschließen lassen sich die neuen Krankenversicherungen auch auf speziell dafür eingerichteten staatlichen Online-Portalen oder bei privaten Anbietern wie Oscar. Das Start-up sieht sich mit seinen Dienstleistungen also einer Vielzahl neuer Versicherungsnehmer gegenüber und punktet gleichzeitig mit der für technologiegetriebene Start-ups typischen einfachen Nutzung und Transparenz.

Eine im Grunde erfolgversprechende Mischung, was auch die Investoren so sehen. Sie haben bisher rund 300 Millionen US-Dollar in das Start-up gepumpt, unter ihnen beispielsweise Peter Thiel. Im September 2015 hat Google satte 32 Millionen US-Dollar in Oscar investiert. Mittlerweile soll das Start-up über 135.000 Nutzer haben, davon rund die Hälfte aus New York (Stand Juni 2016). Laut aktuellen Berichten kämpft Oscar allerdings mit den enorm schwierigen Marktbedingungen auf dem US-amerikanischen Krankenversicherungsmarkt: So seien etwa die individuellen Beiträge zu niedrig und auch das Marktpotenzial sei niedriger als zuvor eingeschätzt. Im vergangenen Jahr soll das Start-up laut New York Times satte 92 Millionen US-Dollar Verlust gemacht haben, in den ersten drei Monaten dieses Jahres weitere 39 Millionen.

Big Data Science.

Neben der medizinischen Versorgung gibt es zahlreiche weitere Gesundheits- und Medizin-Bereiche, in denen Start-ups auf sich aufmerksam machen. Ein heißer Trend, der sich auch mit dem Durchbruch der Wearables erklärt: Das Monitoring der eigenen Gesundheit, auch „Quantified-Self“ genannt, das mithilfe digitaler Technologien deutlich erleichtert wird. Mit der App Clue etwa haben Frauen unter anderem ihre Menstruation besser im Blick. Onelife begleitet Frauen durch ihre Schwangerschaft, gibt Tipps in den verschiedenen Phasen und zeichnet bei Bedarf auch Gesundheitswerte wie Blutdruck oder generelle Stimmung auf und bereitet diese in Form eines Berichts für den Arzt auf. Mit der smarten Socke „Owlet“ können junge Eltern die Vitalzeichen ihres Babys jederzeit per Smartphone überwachen. Und mySugr bietet Diabetes-Kranken verschiedene Apps und Hardware an, mit denen sie ihre Blutzuckerwerte protokollieren und analysieren können.

Daten, die bei all diesen Diensten entstehen, dienen aber nicht nur dem persönlichen Monitoring der eigenen Gesundheit. Sie werden auch zu Forschungszwecken eingesetzt. Bei 23andme können die Nutzer beispielsweise ihre DNA-Teilanalysen anonym in einer Datenbank speichern. Wissenschaftler greifen für ihre Forschung darauf zurück. So rühmt sich das Start-up beispielsweise damit, die weltweit größte Gen-Datenbank von Parkinson-Patienten zu haben. Für konkrete Forschung eine enorme Erleichterung, weil nicht erst eine zeitintensive Datenerfassung im Vorfeld einer medizinischen Studie nötig ist.

Oder uBiome – ein Analyse-Dienst, der sich selbst den Claim „Big Data from Bacteria“ verpasst hat. Die Idee: die Analyse der im Körper befindlichen Bakterien, das sogenannte Mikrobiom. Zu diesem Zweck schickt das Start-up ein entsprechendes Kit zu, mit dem die Entnahme der nötigen „Proben“ beispielsweise aus Mund, Ohren, Nase möglich ist. Anschließend sendet der Teilnehmer seine Proben ins Labor von uBiome zurück. Die Probanden können dann ihre Werte mit anderen vergleichen, beispielsweise mit Vegetariern oder Menschen, die aktuell Antibiotika nehmen. Die Daten fließen auf Wunsch in eine umfangreiche wissenschaftliche Bakterien-Analyse.

Death Disruption oder die Lösung eines „Problems“.

Und dort, wo sich Gründergeist, Forschung, viel Geld, Genie und ein bisschen Wahnsinn treffen, entstehen dann auch Projekte, die jenseits unseres Vorstellungsvermögens liegen, konkret: die Disruption des Todes. „Die große, noch nicht bewältigte Aufgabe der modernen Welt ist es, den Tod von einer Naturkonstante des Lebens zu einem Problem zu transformieren, das sich lösen lässt – eine Lösung, zu der ich mit allen mir verfügbaren Mitteln beitragen will“, erklärt Peter Thiel. Und so steckt Thiel Millionen in entsprechende Forschung. Auch Alphabet ist dabei. Die Unternehmensgruppe hat über 750 Millionen US-Dollar in Calico investiert, eine Unternehmenstochter, die in dem gleichen Feld forscht. Sergey Brin und Mark Zuckerberg haben den mit drei Millionen US-Dollar dotierten Breakthrough Prize ins Leben gerufen, der bahnbrechende Erkenntnisse im Bereich der Lebensverlängerung honoriert. Und Googles Chefingenieur Ray Kurzweil beispielsweise glaubt fest daran, dass wir in 20 bis 30 Jahren kleine Nanobots in unseren Körper schicken, die dann dem Immunsystem wenn nötig behilflich sind oder krankes Gewebe mikroskopisch genau entfernen.

Es zeugt ein wenig von Größenwahn, zu glauben, dass die technokratische Euphorie des Silicon Valley eines Tages auch den Tod überwinden wird – ganz zu schweigen von den moralischen Implikationen. Es zeugt aber auch von der zum Teil religiös anmutenden Besessenheit, die Welt verbessern zu wollen – egal, zu welchem Preis. Auf der anderen Seite hat wahrscheinlich niemand etwas dagegen, zumindest ein paar Jahre länger zu leben. Das Dilemma zeigt: Die Disruption des Gesundheitssystems führt zwangsläufig auch zu Fragestellungen, die nicht einige wenige Technologie-Start-ups oder Vertreter der weltweiten Tech-Elite beantworten können, sondern nur wir als Gesellschaft.

Im Idealfall erwartet uns in Zukunft also eine Win-Win-Situation: Wir können unsere eigene Gesundheit auf Basis einer Vielzahl von Diensten besser überwachen und verstehen. Gleichzeitig fließen unsere Daten – falls gewünscht – in eine umfangreiche Forschung. Wenn die Menschheit durch diese Vielzahl an Daten und ihrer Analyse eines Tages Krankheiten wie Alzheimer, Krebs oder AIDS heilen kann, profitieren wir schließlich alle davon. Den Grundstein zu dieser schönen neuen Gesundheitswelt gilt es allerdings noch zu legen: nämlich eine weltweite gesellschaftliche Diskussion darüber, was Technologie darf – und was nicht.

Und wieder die Frage: Was darf Technologie, was nicht?

Die Diversität neuer Start-ups im Gesundheitssektor zeigt, dass die Disruption im Gesundheitssystem vor allem an der Schnittstelle zwischen Versorgung, Forschung und Technologie verläuft. Start-ups wie Klara und Oscar arbeiten mit neuen Technologien und schicken Apps an einen vereinfachten Zugang zu medizinischer Versorgung, Gründerteams wie mySugr, Onelife und generell die zunehmende Verbreitung von Fitness-Trackern und Wearables gewähren eine neuartige Überwachung und Kontrolle der eigenen Gesundheit. Sämtliche Dienste und Lösungen basieren auf der rapiden Entwicklung digitaler Technologien und erzeugen gleichzeitig Unmengen von Daten. Daten, die wiederum der Forschung zugute kommen – wie etwa bei 23andme und uBiome.

Und wieder die Frage: Was darf Technologie, was nicht?

Die Diversität neuer Start-ups im Gesundheitssektor zeigt, dass die Disruption im Gesundheitssystem vor allem an der Schnittstelle zwischen Versorgung, Forschung und Technologie verläuft. Start-ups wie Klara und Oscar arbeiten mit neuen Technologien und schicken Apps an einen vereinfachten Zugang zu medizinischer Versorgung, Gründerteams wie mySugr, Onelife und generell die zunehmende Verbreitung von Fitness-Trackern und Wearables gewähren eine neuartige Überwachung und Kontrolle der eigenen Gesundheit. Sämtliche Dienste und Lösungen basieren auf der rapiden Entwicklung digitaler Technologien und erzeugen gleichzeitig Unmengen von Daten. Daten, die wiederum der Forschung zugute kommen – wie etwa bei 23andme und uBiome.

Im Idealfall erwartet uns in Zukunft also eine Win-Win-Situation: Wir können unsere eigene Gesundheit auf Basis einer Vielzahl von Diensten besser überwachen und verstehen. Gleichzeitig fließen unsere Daten – falls gewünscht – in eine umfangreiche Forschung. Wenn die Menschheit durch diese Vielzahl an Daten und ihrer Analyse eines Tages Krankheiten wie Alzheimer, Krebs oder AIDS heilen kann, profitieren wir schließlich alle davon. Den Grundstein zu dieser schönen neuen Gesundheitswelt gilt es allerdings noch zu legen: nämlich eine weltweite gesellschaftliche Diskussion darüber, was Technologie darf – und was nicht.

Text: Luca Caracciolo

Luca Caracciolo ist Chefredakteur des t3n-Magazins. Neben den neuesten Trends und Entwicklungen im Netz und den sozialen Medien, beschäftigt er sich aktuell sehr stark mit Virtual Reality. Der Artikel wurde ursprünglich am 09.09.2016 auf t3n publiziert. Das t3n Magazin ist das führende deutschsprachige Online- und Printmedium rund um die Themen eBusiness, Zukunftstechnologien und digitales Arbeiten.