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Uber über alles.

Airlines der Straßen.

Man kennt das aus dem eigenen Leben: Man kauft ein Smartphone bei Apple, aber funktionsfähig wird das Gerät erst über den Handy-Vertrag des Netzanbieters. Man bucht einen Flug bei der Airline, aber in die Luft bringt einen das Flugzeug von Airbus. Jetzt wird dieses Modell aufs Auto übertragen. Rund 130 Jahre nach ihrer Geburt befindet sich die Autoindustrie in einem radikalen Umbruch. Einst waren es die klassischen Autobauer, die um die Gunst des Fahrers und seine individuelle Mobilität buhlten. Heute stehen sie in Konkurrenz zu softwarebasierten Fahrtenanbietern. Diese bauen nicht mal selbst Autos, bestimmen aber vielleicht in Zukunft mittels ihrer Ride-Sharing-Konzepte die Entwicklungen auf dem weltweiten Automarkt. Sie machen Menschen mobil und erlösen sie von der Notwendigkeit, ein eigenes Auto besitzen zu müssen.

Ist damit unser klassisches Geschäftsmodell nachhaltig bedroht? Will bald keiner mehr selbst ein Auto sein Eigen nennen? Sind wir am Ende abhängig von den Mobilitätsanbietern?

Tritt man eine Reise mit dem Flugzeug an, parkt man womöglich sein Auto direkt am Flughafen. Ein teurer Spaß, dem FlightCar ein Ende bereiten sollte. Statt das eigene Auto nur abzustellen, ermöglicht der Peer-to-Peer-Service die Vermietung des Autos vom Flughafenparkplatz aus. Man denke an Geschäftsreisende zwischen Stuttgart und Berlin. Direkt nach der Landung in Berlin könnte man ein privates Auto über FlightCar mieten. Am Ende des Tages gibt man mit wenigen Klicks auf dem Smartphone das Auto zurück und begibt sich per Flugzeug wieder nach Stuttgart. Wir könnten das möglich machen.

Wer baut die Autos der Zukunft?

Autohersteller und Ride-Sharing-Dienstleister sind „Frenemies“: Konkurrenten und gleichzeitig Partner. Uber ist das wertvollste Ride-Sharing-Startup der Welt. Sein CEO Travis Kalanick blickt in eine agile Zukunft, in der Autos nie stillstehen. Aber wer baut diese Autos? Auf Software kann man nicht fahren. „Unsere Sache ist es nicht, Autos zu bauen, sondern mit den Jungs zu kooperieren, die das machen“, sagt Kalanick. Offen ist, wie sich diese Kooperation gestalten wird. Bei Daimler hat man den Trend zum Ride-Sharing früh erkannt und geht längst eigene Wege. „Was man tun muss, ist, die Möglichkeiten der Technologien zu sehen, die natürlich immer etwas zerstören, gleichzeitig aber auch unglaubliche Möglichkeiten schaffen“, erklärt Dieter Zetsche und benennt das Potenzial der hauseigenen Konzepte: „Aus car2go wird car2come.“ Eine Anspielung auf die eigene Technologieführerschaft im Bereich Connected Cars und autonomes Fahren. Daneben ist man mit Investitionen in mytaxi und Blacklane bereits seit Langem Teil der Ride-Sharing-Bewegung. Erst vor wenigen Wochen schloss sich die Daimler-Tochter mytaxi mit dem britischen Ride-Sharing-Dienst Hailo zusammen und das Mercedes-Benz Research & Development North America übernahm das Startup FlightCar – eine Art Airbnb für Autos.

Wer baut die Autos der Zukunft?

Autohersteller und Ride-Sharing-Dienstleister sind „Frenemies“: Konkurrenten und gleichzeitig Partner. Uber ist das wertvollste Ride-Sharing-Startup der Welt. Sein CEO Travis Kalanick blickt in eine agile Zukunft, in der Autos nie stillstehen. Aber wer baut diese Autos? Auf Software kann man nicht fahren. „Unsere Sache ist es nicht, Autos zu bauen, sondern mit den Jungs zu kooperieren, die das machen“, sagt Kalanick. Offen ist, wie sich diese Kooperation gestalten wird. Bei Daimler hat man den Trend zum Ride-Sharing früh erkannt und geht längst eigene Wege. „Was man tun muss, ist, die Möglichkeiten der Technologien zu sehen, die natürlich immer etwas zerstören, gleichzeitig aber auch unglaubliche Möglichkeiten schaffen“, erklärt Dieter Zetsche und benennt das Potenzial der hauseigenen Konzepte: „Aus car2go wird car2come.“ Eine Anspielung auf die eigene Technologieführerschaft im Bereich Connected Cars und autonomes Fahren. Daneben ist man mit Investitionen in mytaxi und Blacklane bereits seit Langem Teil der Ride-Sharing-Bewegung. Erst vor wenigen Wochen schloss sich die Daimler-Tochter mytaxi mit dem britischen Ride-Sharing-Dienst Hailo zusammen und das Mercedes-Benz Research & Development North America übernahm das Startup FlightCar – eine Art Airbnb für Autos.

Tritt man eine Reise mit dem Flugzeug an, parkt man womöglich sein Auto direkt am Flughafen. Ein teurer Spaß, dem FlightCar ein Ende bereiten sollte. Statt das eigene Auto nur abzustellen, ermöglicht der Peer-to-Peer-Service die Vermietung des Autos vom Flughafenparkplatz aus. Man denke an Geschäftsreisende zwischen Stuttgart und Berlin. Direkt nach der Landung in Berlin könnte man ein privates Auto über FlightCar mieten. Am Ende des Tages gibt man mit wenigen Klicks auf dem Smartphone das Auto zurück und begibt sich per Flugzeug wieder nach Stuttgart. Wir könnten das möglich machen.

Wachstumsmarkt Ride-Sharing.

Der Ride-Sharing-Markt wächst. Zwischen 2009 und 2015 hat Uber 1 Milliarde Fahrten durchgeführt. Vom Jahresbeginn bis Mitte Juni konnte man diese Zahl auf 2 Milliarden steigern. Was macht Uber so erfolgreich? Womöglich ist es die Kombination aus einem simplen User-Interface mit einem kinderleichten elektronischen Bezahlsystem. Es könnte aber auch daran liegen, dass Uber dem Benutzer jegliche Art der Mobilität zugänglich machen möchte. Bei einer Airline kann man zwischen Economy oder Business Class wählen, bei Uber wählt man, mit welchem Gefährt man reist und ob man allein oder gemeinsam mit Fremden unterwegs sein möchte. Je nach Wunsch kann man günstig ein Auto teilen (UberPOOL, UberX) oder exklusiv im SUV oder Sedan dahingleiten (UberSUV, UberLUX). Sollte man Platz für vier bis sechs Personen brauchen, ordert man einfach UberXL.

Und als wäre das alles nicht schon genug, weitet Uber sein Angebot für Transporte von Gütern und Personen immer weiter aus: UberMOTO – Motorradtaxis, UberCHOPPER – Helikopterflüge, UberEATS – Lieferservice für Essen, UberRUSH – Lieferservice für Güter, sowie UberKITTENS – bringt zur Adoption freigegebene Katzen direkt zur Haustür.

Traditionalisten vs. Neueinsteiger.

Um den wachsenden Ride-Sharing-Markt wetteifern diverse Dienstleister: Uber, Lyft und Gett sind die bekanntesten unter ihnen. Diese Dienstleister werden umworben von Autokonzernen und Technologieunternehmen. Diese krimireife Grafik gibt Aufschluss über das Geflecht der Bündnisse und Kontrahenten. Toyota geht einen Deal mit Uber ein, um zukünftig Uber-Fahrern Fahrzeuge per Leasing anzubieten. GM steigt mit 500 Millionen Dollar in den Uber-Konkurrenten Lyft ein und träumt von Roboter-Taxis. Auch VW greift Uber an, indem es 300 Millionen Dollar in das Konkurrenz-Startup Gett investiert. BMW investiert in die Mitfahrer-App Scoop und will in Zukunft in MINIs die Free-Floating-Technik als Sonderausstattung integrieren, die das Teilen des eigenen Autos ermöglicht. Auch bei den Technologieunternehmen liefern sich Apple und Google ein spektakuläres Duell.

Appels neuster Invest von 1 Milliarde Dollar in das chinesische Startup Didi Chuxing hat Ubers China-Geschäft ins Schwitzen gebracht. Inzwischen spekuliert man über die Kooperation zwischen Uber und Didi Chuxing in China. Google ist Großinvestor in Uber sowie RideWith und launcht inzwischen seinen eigenen Ride-Sharing-Dienst Waze. Daneben plant Facebook, eine Ride-Sharing-Funktion in sein Interface zu integrieren. Außerdem gibt es Staaten wie Saudi-Arabien, die in Ride-Sharing investieren, um die Mobilität ihrer Bürger in den Griff zu kriegen. So pumpte das Königshaus kürzlich 3,5 Milliarden Dollar in Uber. Es könnte besonders die Frauen in diesem Land mobiler machen. Schon jetzt sind 80% der Kunden in Saudi-Arabien Frauen.

Ride-Sharing ist nur der Anfang.

Die Digitalisierung des Autos eröffnet den Raum für neue Geschäftsmodelle und Ride-Sharing ist nur der Anfang. Auf das Auto on-Demand folgen die Services im Auto on-Demand. Bei Audi träumt man von einzelnen Services, die gegen eine Gebühr temporär freigeschaltet werden. Alles, was es braucht, sind mobiles Internet, ein schlüssiges User-Interface und ein reibungsloses Mobile-Payment-System, und schon ließen sich alle möglichen Services und Premium-Upgrades für den Kunden bereitstellen, beispielsweise die Reservierung eines Parkplatzes oder eines Hotelzimmers. Es ergäben sich unendliche Möglichkeiten.

Der Bedarf steigt.

Uber zeigt, dass es einen echten Bedarf an neuen digitalen Mobilitätskonzepten gibt. Es ist nicht die Schuld von Uber, dass immer mehr Menschen kein eigenes Auto besitzen wollen. Aber Uber war eines der ersten Unternehmen neben car2go, das Menschen eine adäquate und zeitgemäße Mobilitätslösung bot. Diesen Bedürfnissen nach neuen Mobilitätskonzepten sollten wir uns nicht verschließen, sondern wir müssen dessen Potenziale aufspüren. Um bei dem Bild von Lufthansa und Airbus zu bleiben, stellt sich weniger die Frage, ob wir in Zukunft eher die Luftverkehrsgesellschaft oder die Flugzeugbauer der Straßen sein werden, sondern ob wir die neuen Bedürfnisse unserer Kunden verstehen und ihnen passende Lösungen anbieten können.